Pertussis
Schwangere sollen sich gegen Keuchhusten impfen lassen

Die Impfung gegen Keuchhusten gehört zum Standard-Impfprogramm für Babys und Kleinkinder. Doch damit ist es nicht getan - auch Erwachsene brauchen eine Auffrischung. Und ab sofort auch Schwangere.

Donnerstag, 02.04.2020, 15:32 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 15:36 Uhr
Jetzt auch für Schwangere empfohlen: Eine Impfung gegen Keuchhusten sorgt dafür, dass Mutter und Kind besser vor der Krankheit geschützt sind.
Jetzt auch für Schwangere empfohlen: Eine Impfung gegen Keuchhusten sorgt dafür, dass Mutter und Kind besser vor der Krankheit geschützt sind. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa/tmn) - Werdende Mütter sollen sich künftig im letzten Drittel der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen. So sind nicht nur die Mutter, sondern auch das Neugeborene besser vor der Krankheit geschützt.

Das geht aus einer neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) hervor.

Bisher empfahl die Stiko die Impfung gegen Keuchhusten beziehungsweise Pertussis allen Säuglingen und Kleinkindern. Aufgefrischt wurde - und wird - der Schutz durch je eine weitere Impfung im Vorschul- und Jugendalter. Erwachsene erhalten eine weitere Auffrischung im Rahmen der alle zehn Jahre fälligen Tetanus-Diptherie-Impfung.

Ergänzt wird diese Empfehlung nun durch die Impfung für Schwangere - idealerweise früh im dritten Trimester, also dem letzten Drittel der Schwangerschaft ab der 27. Woche. Wenn eine Frühgeburt wahrscheinlich ist, kann die Impfung auch ins zweite Trimester vorgezogen werden. Die Stiko empfiehlt außerdem, die Keuchhusten-Impfung für werdende Mütter in jeder Schwangerschaft zu wiederholen.

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