Schutz vor der Sonne
Beta-Carotin schützt nicht vor Hautkrebs und Sonnenbrand

Das Nahrungsergänzungsmittel Beta-Carotin kann Sonnencreme nicht ersetzen. Erst in sehr großen Mengen ist laut Experten ein geringer UV-Schutz möglich. Dieser geht jedoch mit Nebeneffekten einher.

Donnerstag, 20.06.2019, 12:04 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 12:12 Uhr
Beta-Carotin alleine ist kein adäquater Sonnenschutz. Der natürliche Farbstoff hat jedoch zu Vitamin A verarbeitet positive Auswirkungen auf die Zellerneuerung und die Sehkraft.
Beta-Carotin alleine ist kein adäquater Sonnenschutz. Der natürliche Farbstoff hat jedoch zu Vitamin A verarbeitet positive Auswirkungen auf die Zellerneuerung und die Sehkraft. Foto: Jan Woitas

Bremen (dpa/tmn) - Kapseln mit Beta-Carotin sind kein Ersatz für Sonnencreme. Die Nahrungsergänzungsmittel werben zwar teilweise damit, vor gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Diese Wirkung sei aber wissenschaftlich nicht bewiesen, warnt die Verbraucherzentrale Bremen.

Beta-Carotin kann höchstens in sehr großen Mengen einen geringen positiven Einfluss auf den UV-Schutz haben, so die Experten. Solche Mengen haben jedoch Nebeneffekte: Studien zufolge steigt bei Rauchern mit erhöhter Beta-Carotin-Zufuhr zum Beispiel die Lungenkrebsrate.

Beta-Carotin steckt den Angaben nach ohnehin in vielen Lebensmitteln - darunter Getränke, Süßwaren, Milchprodukte und Cerealien. Von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Pflanzenstoff rät das Bundesinstitut für Risikobewertung daher ab: Der Bedarf gilt als gedeckt.

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