Finanzen
Payback oder Cashback? Die zwei Konkurrenten paycentive & DeutschlandCard im Vergleich

Deutsche Einkäufer sparen gerne: ob an der Kasse im Supermarkt oder beim Kauf von Mode. Deshalb sind Bonus-Systeme, bei denen Einkäufer bares Geld zurückbekommen, wahre Kassenschlager – egal ob Payback oder Cashback. Doch was ist der Unterschied? Lohnt sich eines dieser beiden Systeme mehr? Wir haben uns das Cashback-System paycentive sowie das Payback-Programm der DeutschlandCard genauer angesehen.

Dienstag, 14.04.2020, 11:49 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 11:53 Uhr
Finanzen: Payback oder Cashback? Die zwei Konkurrenten paycentive & DeutschlandCard im Vergleich
Foto: Blake Wisz via unsplash.com

Cashback vs. Payback: Was ist der Unterschied der Loyalty-Programme?

Bei Payback-Systemen kann man sowohl im kommerziellen Handel als auch beim Online Shopping Punkte sammeln. Was genau bedeutet das? Bei jedem Einkauf bekommt der Kunde abhängig vom Kaufbetrag Treuepunkte auf sein Payback-Konto gutgeschrieben. Ab einer gewissen Punktzahl wird der Einkäufer belohnt, da er seine Punkte dann einlösen kann. Das ist in Form von Sachprämien möglich oder in Form von Vergünstigungen beim Einkauf. Man ist allerdings immer an die teilnehmenden Partner bzw. Geschäfte gebunden. Großzügige können Ihre Punkte auch spenden.
Cashback-Programme belohnen den Einkauf bei entsprechenden Handelspartnern mit Rabatten oder Bonuszahlungen. Sie müssen nicht wie bei Punktesystemen erst eine Weile lang sammeln, sondern bekommen direkt am Ende des Monats etwas zurück.

Vorteile von Cashback: das kann das Bonusprogramm paycentive

Im Gegensatz zu Payback-Systemen punktet paycentive mit klassischen Cashback-Vorteilen:

  • Über den Bonus frei wählen: Da Sie am Ende des Monats Ihren Treuebonus auf Ihr Bankkonto überwiesen bekommen, sind Sie nicht wie bei Payback an bestimmte Partner gebunden und können über das erstattete Geld frei verfügen.
  • Den Kartendschungel lichten: Wer mit seiner Sparkassenkarte bei teilnehmenden paycentive-Händlern bezahlt, erhält am Monatsende einen Teil seines Einkaufswertes zurückerstattet. Dabei verzichten wir komplett auf überflüssige Karten im Geldbeutel oder Apps auf Smartphones.
  • Auf aufwendige Anmeldemechanismen verzichten: Da bundesweit über 39 Sparkassen am paycentive-Programm teilnehmen, entfallen für die meisten Kunden aufwendige Anmeldungen.

In Deutschland kann man bereits bei über 5000 Handelspartnern bei der Bezahlung paycentive nutzen. Dabei bieten unter anderem große Unternehmen diesen Service an. Je nach Unternehmen werden 1 bis 5 Prozent des Einkaufswertes auf das Bankkonto des Bonusteilnehmers gutgeschrieben. Bislang nehmen bundesweit unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Frisöre, Cafés, Museen, Goldschmiede, Restaurants, Cocktailbars, Modegeschäfte und Fahrradgeschäfte teil. Laut eigener Angabe möchte paycentive regionales Einkaufen fördern und kleine und mittelständische Unternehmen mit einem rentablen Programm zur Kundenbindung ausstatten.

Vorteile von Payback-Systemen: das kann die DeutschlandCard

Die DeutschlandCard bietet die Vorteile eines großen Payback-Konzerns, mit dem Handelspartner wie Esso Tankstellen und Edeka Märkte zusammenarbeiten.

  • Breite Marktabdeckung: Die Handelspartner von DeutschlandCard sind deutschlandweit vertreten und gehören zu großen Handelsketten. So fällt es Teilnehmern des Kundenbindungsprogramms leicht, Punkte beim täglichen Einkauf zu sammeln.
  • Punkte eintauschen: Kunden haben die Wahl bei der Punkte-Auszahlung. Entweder sie entscheiden sich für eine Verrechnung mit dem Einkauf oder sie tauschen die Punkte gegen Sachprämien ein. Allerdings muss eine Mindestpunkteanzahl erreicht werden, um Bonuspunkte einlösen zu können. Eine Auszahlung von Bargeld ist bei DeutschlandCard nicht möglich.
  • So funktioniert‘s: Hat der Kunde die Registrierung für die DeutschlandCard getätigt, kann er bei jedem Einkauf Punkte sammeln. Dafür muss er entweder die physische Bonuskarte an der Kasse vorlegen oder per DeutschlandCard-App bei Online-Partnern einkaufen. Die Punkte werden dem Kundenkonto gutgeschrieben und können ab 100 gesammelten Punkten eingelöst werden.

Über 20 Millionen Menschen nutzen die DeutschlandCard als Payback-System: Seit der Gründung 2006 sammeln Kunden Treupunkte auf der Bonuskarte. Die „Auszahlung“ der Punkte funktioniert über Prämien der Handelspartner. Zudem kann der Einkauf bei teilnehmenden Geschäften mit den Bonuspunkten verrechnet oder eine gemeinnützige Organisation mit Spenden bedacht werden. Zu den teilnehmenden Partnern zählen vor allem große Lebensmittelhändler wie Netto, Marktkauf und Edeka, aber auch Reiseanbieter und bald Partner aus der Gastronomie.

Fazit: Regionaler Cashback vs. deutschlandweiter Payback

Welches Treueprogramm ist das bessere? Diese Frage muss sich jeder Nutzer selbst beantworten:

Die Vorteile von Cashback, wie paycentive sie bietet, liegen in der Flexibilität und im direkten Cashflow. Zudem werden hier regionale Handelspartner unterstützt, die sonst keine Möglichkeit hätten, Kundentreueprogramme auf die Beine zu stellen.

Das Payback-Programm von DeutschlandCard überzeugt viele Nutzer durch die großen Handelspartner, bei denen man Treuepunkte wieder einlösen kann. Zur Nutzung dieses Bonusprogramms ist allerdings eine separate Bonuskarte notwendig.

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