Finanzen
5 Tipps, um Geld im Haushalt zu sparen

Neigt sich das Jahr dem Ende, leert sich bei vielen auch die Haushaltskasse. Energiekosten, Versicherungen, Miete, Kredite und laufende Kosten scheinen das gesamte Gehalt noch vor Ablauf des Monats aufzufressen. Dabei gibt es ein paar wirksame Spartipps, die garantiert mehr im Geldbeutel zurückbehalten als ein paar Cent.

Donnerstag, 08.11.2018, 15:15 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 14:56 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 15:15 Uhr
Finanzen: 5 Tipps, um Geld im Haushalt zu sparen
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Tipp 1: Kostenanalyse und Haushaltsbuch helfen beim Sparen

 

Zunächst einmal sollten Sie herausfinden, wo das ganze Geld hingeht. Viele Verbraucher leben von Monatsanfang bis zum Monatsende, ohne einen Blick auf die Kostenpunkte zu werfen. In einem ersten Schritt steht eine individuelle Kostenanalyse, die wirklich alle Ausgaben und Einnahmen aufschlüsselt. Wer einen kompakten Überblick über seine Finanzen erhalten möchte, nimmt sich die Kontoauszüge der letzten drei Monate vor und geht in die Tiefenanalyse. Diese Investition lohnt sich und bringt überraschende Ausgaben zutage, mit denen die Meisten so nicht rechnen.

 An dieser Stelle findet sich vielleicht eine veraltete Versicherung, die weder genutzt noch gebraucht wird. Versicherer und Hausbanken bieten einen kostenlosen Versicherungscheck an. Gemeinsam mit einem unabhängigen Berater nehmen Sie Ihre Kosten für Versicherungen und den wirklichen Nutzen unter die Lupe, um sich im Endeffekt für den günstigeren Weg zu entscheiden. Dabei sollte niemand auf die notwendigen Grundversicherungen verzichten. Wer im Ernstfall keine entsprechende Versicherung vorzuweisen hat, bringt sich in arge finanzielle und existenzielle Bedrängnis.

 

Tipp 2: Wer bar gezahlt, gibt weniger aus

 

Gerade beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf gibt es eine ganze Reihe wirksamer Spartipps. Angefangen beim Gemüse- und Obstregal sollten Verbraucher zu den saisonalen Sorten greifen. Das ist nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern oftmals auch günstiger, als im Winter zum Beispiel Erdbeeren zu kaufen. Ohnehin schmecken die Exoten in der „falschen“ Jahreszeit oftmals fade und nur nach Wasser.

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Machen Sie sich die Arbeit und führen Sie für die Einkäufe ein Haushaltsbuch, indem Sie alle Ausgaben penibel aufschreiben. Die ganze Arbeit lohnt sich, denn damit stellt sich heraus, wo die meisten Gelder hinfließen und was Ihnen am Ende des Monats bleibt. Im Zeitalter der bargeldlosen Bezahlung zücken die Meisten die Karte schneller aus dem Portmonee und gönnen sich einen neuen Pullover oder einen schnellen Lebensmitteleinkauf, auch wenn dies eigentlich gar nicht mehr im Budget ist.

Viele greifen beim Bezahlen auf Ihre EC-Karte zurück statt mit Bargeld zu zahlen. Dabei ist das der erste Weg, ein gesundes Bewusstsein zum Geld zu erlangen und wirklich zu spüren, was man an einem Tag ausgegeben hat. Der Selbsttest bringt eine neue Erkenntnis, wenn Sie zum Beispiel für die kommenden sieben Tage einzig und allein mit Bargeld bezahlen. Heben Sie das gesamte Budget für die Woche vom Konto ab. Die Meisten überlegen es sich nämlich, ob sie schon wieder einen neuen 50-Euro-Schein anbrechen wollen oder ob die nächste Ausgabe vermeidbar ist.

 

Tipp 3: Warum es sich lohnt, Haushaltsgeräte zu reparieren

 

Ob man es glaubt oder nicht, der Großteil der Verbraucher sieht sich bei einem Defekt eines seiner Haushaltsgeräte schon wieder nach einer neuen Errungenschaft um. Die Wenigsten sind noch bereit, eine Waschmaschine, einen Trockner, eine Spülmaschine oder eine Kaffeemaschine reparieren zu lassen. Der Grund dafür: Sie denken damit gingen viel zu hohe Kosten einher, die eine Reparatur nicht mehr rechtfertigen. Anfahrtskosten für den Klempner und den Installateur inklusive der Information, dass das eigene Gerät gar nicht mehr zu retten ist.

 Dabei ist es wirklich erstaunlich, wie günstig die Ersatzteile für Waschmaschine und Co. wirklich sind. Gerade bei der Waschmaschine muss oft nur ein Flusensieb ersetzt werden und schon ist das Gerät wieder intakt. Bei einem Gegenstand mit solch hohen Anschaffungskosten lohnt es sich, einmal selbst genauer hinzuschauen, bevor ein teurer Fachmann heranzitiert oder sogar das komplette Gerät ausgetauscht wird.

 Wer sich etwas Mühe und Arbeit macht und sich mit dem Haushaltsgerät auseinandersetzt und die geläufigen Fehlerquellen unter die Lupe nimmt, kann Hunderte Euro sparen und die alte Maschine auf Trab bringen. Beim Kauf gilt es, auf originale Ersatzteile zu achten, denn diese bringen eine maximale Lebensdauer mit und halten auch wieder sicher und zuverlässig über die nächsten Jahre.

 

Tipp 4: Wie man beim Trinken Geld sparen kann

 

Schon bei den Getränken fängt das Sparen an. In den meisten Regionen hat das Leitungswasser absolute Trinkwasserqualität. Ohne Weiteres ist es möglich, anstelle von stillem Wasser einfach das Leitungswasser zu nutzen. Es bringt einen natürlichen Geschmack mit und unterscheidet sich praktisch nicht von dem teureren Wasser aus der Flasche. Darüber hinaus bieten sich weitere geschmackliche Varianten, zum Beispiel heißer Tee oder Eistee.

 Tatsächlich geben viele Unmengen unterwegs für Coffee To Go aus. Das ist nicht nur aus umweltfreundlicher Sicht ein Kollateralschaden, da die Kunststoffbecher unzählige Jahre brauchen, um zu verrotten. Wer sich seinen Kaffee einfach zuhause selbst macht und einen Thermobecher mitnimmt, kann auf das Jahr hinweg gesehen jede Menge sparen. Die Rechnung ist einfach: Trinken Sie in der Woche eine Tasse Kaffee unterwegs, schlägt diese durchschnittlich mit 2,50 € zu Buche.

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Foto: Fotolia.com © Rawpixel.com #204456788

Auf den Monat gerechnet sind das 10 € einzig und allein für vier Becher Kaffee. Multipliziert man das ganze mit 12 Monaten, schlägt die Investition mit 120 € zu Buche. Bei den meisten bleibt es gar nicht bei dem einen Becher Kaffee in der Woche. Sie brauchen 2-3 Becher. Es gehört zu einem guten Ritual, sich morgens noch schnell einen Becher Kaffee an der Tankstelle zu holen und sich den Weg zur Arbeit so zu versüßen. Veranschlagt man dafür fünf Tassen Kaffee in der Woche, schrauben sich die Kosten auf 12,50 € in der Woche hoch und auf 50 € im Monat allein für Coffee To Go. Abzüglich Feiertage und Urlaub geben viele Verbraucher ca. 500 € im Jahr für diese Plastikbecher aus. was das Ganze für ökologische Folgen hat, muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden.

 

Tipp 5: Wasser, Strom- und Heizkosten senken

 

Zu guter Letzt sollte jeder den Energieverbrauch unter die Lupe nehmen, der bei den meisten sehr hoch ausfällt. Ob Gas, Strom, Öl oder Wasser: Wer etwas bewusster mit den Ressourcen der Umwelt umgeht, freut sich am Ende des Jahres beim Anblick der Nebenkostenabrechnung. Zum einen sollten Verbraucher ihre Strom- und Gastarife schnellstmöglich austauschen, wenn diese zu hoch ausfallen. Zum anderen gilt es, den Licht- und Stromverbrauch in jedem einzelnen Raum unter die Lupe zu nehmen. Schließlich verbraucht ein Computer oder ein Fernseher im Stand-by-Modus immer noch Strom. Um das Ganze wirklich auf 0 zu fahren, müssen Sie schon den Schalter der Steckdosenleiste ausstellen.

 In der Küche schlummern die meisten Energiereserven. Ein Gefrierschrank, der nie abgetaut wird, frisst viel mehr Energie als ein gepflegter Kühlschrank. Das Thermostat sollte zum Beispiel immer auf Stufe 1 stehen. Andernfalls lässt es den Stromzähler rotieren. Geht es weiter in das Badezimmer, fallen weniger die Stromquellen ins Auge als der Wasserverbrauch. Niemand sollte beim Zähneputzen ständig das warme Wasser laufen lassen und am besten erst duschen als jeden Tag ein Vollbad nehmen.

 Wer auf das Bad nicht verzichten kann, teilt es sich vielleicht mit seinem Partner oder seiner Partnerin. Die Waschmaschine spart jede Menge Energie, wenn sie nur auf 30° oder 40° betrieben wird. Eben genau dieses Sparpotenzial schlummert auch in der Telefonleitung und im Telefonanbieter. Tatsächlich wechseln die vielen Verbraucher ihren Anbieter nicht, weil sie denken damit ist ein enormer Aufwand verbunden. Das ist so nicht richtig. Im Prinzip übernehmen die Formalitäten die neuen Anbieter. Schließlich sind sie daran interessiert, Neukunden zu gewinnen.

 Wer ein paar Augenblicke Zeit investiert und sein Leben sowie seine Ausgaben unter die Lupe nimmt, findet mindestens fünf Ansatzpunkte, an denen er problemlos sparen kann, ohne dass es ihm weh tut.

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