«Finanztest»
Kurzzeitversicherungen bieten oft zu wenig Schutz

Versicherungsschutz ist wichtig. Deswegen wollen viele Verbraucher auf ihn auch bei kurzen Events wie einer Busreise nicht verzichten und schließen Mini-Policen ab. Doch diese haben meistens einen Haken.

Dienstag, 12.12.2017, 10:42 Uhr

«Finanztest»: Kurzzeitversicherungen bieten oft zu wenig Schutz
Foto: Daniel Bockwoldt

Berlin (dpa/tmn) - Eine Versicherung für eine Busreise, eine Police gegen Karnevals-Unfälle: Viele Versicherer bieten Kunden auch Mini-Policen an. Diese situativen Versicherungen sollen in ausgesuchten Situationen einspringen, erklärt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift «Finanztest».

Der Haken: Die versicherten Summen sind oft zu niedrig. Und: Die Bedingungen bergen einige Fallen. Beispiel Faschingsversicherung: Hier können Kunden für 24 Stunden eine Versicherung abschließen, die bei einem Unfall einspringt. Zu haben ist ein solcher Vertrag schon ab 5,55 Euro. Allerdings ist die Leistung gering: Bleibt eine Person nach einem Unfall dauerhaft vollinvalide, gibt es einmalig bis zu 50 000 Euro. 

Beispiel Busreiseversicherung: Hier bekommen Kunden für einen Preis ab 2,49 Euro eine Kombination aus Reisegepäck- und Unfallversicherung. Bei dauerhafter Invalidität liegt die Versicherungssumme hier ebenfalls bei 50 000 Euro. Reisegepäck ist mit bis zu 1000 Euro abgesichert.

Die Versicherungssumme ist laut «Finanztest» zu niedrig, der Schutz des Gepäcks zudem an strenge Regeln gebunden. So muss der Bus zum Beispiel beaufsichtigt sein, damit der Versicherer im Schadensfall einspringt.

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