Familie
Ernährung in der Schwangerschaft

Endlich schwanger! Während der zukünftige Papa im Grunde die nächsten neun Monate nur warten kann, kann die Mutter einiges tun, um dem Säugling einen guten Start zu ermöglichen. Wer jetzt für Zwei isst, muss nicht etwa die doppelte Menge verzehren, denn der Mehrbedarf an Kalorien, die eine Schwangere benötigt, beträgt nur etwa 250 bis 300 Kalorien. Das entspricht nur einem kleinen zusätzlichen Snack pro Tag. Es bedeutet viel mehr, dass alles, was die zukünftige Mutter konsumiert, sich unmittelbar auf den Fötus auswirkt.

Samstag, 03.04.2021, 08:53 Uhr aktualisiert: 03.04.2021, 08:56 Uhr
Familie: Ernährung in der Schwangerschaft
Foto: Photo by Anna Hecker on Unsplash

Worauf kommt es an?

Die Ernährung in der Schwangerschaft sollte natürlich möglichst gesund, ausgewogen und abwechslungsreich sein. Eine gute Basis bildet eine vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Milchprodukten, magerem Fleisch und Fisch, der durchaus fetter sein darf. Besonders in dieser Phase muss ausreichend getrunken werden, da eine Dehydrierung u. U. die Größe und die geistige Entwicklung des Babys negativ beeinflusst. Das optimale Getränk ist natürlich Wasser. Kaffee ist in kleinen Mengen erlaubt, dagegen sollte man auf Energiedrinks besser verzichten. Süßigkeiten darf die zukünftige Mama nur in kleinen Portionen genießen, dabei ist es aber besser, Lakritze zu meiden.

Was ist in der Schwangerschaft kritisch?

Auf Alkohol sollte eine Schwangere grundsätzlich verzichten, kleine Dosen sind nur in den ersten fünf Wochen unbedenklich. Sogar Pralinen mit Alkohol können ein Risiko darstellen. Da gilt es auch, bei einem Umtrunk im Kollegenkreis standhaft zu bleiben und das Gläschen Sekt auszuschlagen.

Auf Fleisch oder Fisch muss nur dann verzichtet werden, wenn die Produkte roh oder nicht ganz durch gegart sind. Denn dann können sie Toxoplasmose oder Listeriose übertragen. Das gilt z. B. auch für Räucherlachs. Rohe Eier z. B. in Mayonnaise oder Tiramisu gehören darüber hinaus zu den Gefahrenquellen. Rohmilch und Rohrmilchprodukte können ebenfalls Listerien enthalten. Die Symptome sind eher diffus, ähneln einer Grippe und können zu einer Blasenentzündung führen. Im schlimmsten Fall kann eine Frühgeburt begünstigt werden. Bleibt die Erkrankung unerkannt und wird nicht mit Antibiotika behandelt, kann sie auf den Säugling übergehen und bei ihm Meningitis, Lungenentzündung oder Sepsis auslösen. Etwa 50 % der infizierten Babys sterben tatsächlich kurz nach der Geburt, obwohl eine Infektion bei Erwachsenen kaum zu Beschwerden führt. Ob allerdings wirklich auf den Lieblingskäse z. B. Feta in der Schwangerschaft verzichtet werden muss, hängt von der Herstellungsmethode ab.

Welche zusätzlichen Vitamine und Mineralstoffe?

Folsäure begünstigt die Zellteilung und ist deshalb in der Schwangerschaft in größeren Konzentrationen notwendig als sonst. Wer einen Kinderwunsch hegt, kann entsprechende Präparate schon vor der Schwangerschaft einnehmen. Folsäure ist aber auch besonders reichlich in Lebensmitteln, wie z. B. Blattsalaten, Vollkornprodukten und Eiern, enthalten.

Veganer und Vegetarier sollten evtl. Eisen und B12 supplementieren, um das Kind optimal zu versorgen. Zusätzliche Vitaminpräparate sind sonst meist nicht notwendig. Bezüglich aller Nahrungsergänzungsmittel empfehlen sich Rückfragen beim Arzt.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit?

Gegen Übelkeit helfen bis zu fünf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Wem vor allem das Frühstücken schwerfällt, der kann als erste Mahlzeit am Morgen einen Shake genießen. Auch das Essen mit Ingwer zu würzen oder einen Ingwertee zu trinken, kann helfen, wobei natürlich jede Frau anders reagiert.

Kleinen ungewöhnlichen Gelüsten in der Schwangerschaft nachzugeben, ist meist unbedenklich, denn eine glückliche Mutter wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.

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