Phishing-Mails
Gefälschte Amazon-Bestellbestätigungen kursieren

Was soll ich bestellt haben? - Wem die Bestätigung einer Onlineshopping-Bestellung ins Postfach segelt, die er nie aufgegeben hat, gerät schnell in Panik. Genau das wollen die Absender erreichen.

Freitag, 03.01.2020, 12:51 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 12:56 Uhr
Wer verdächtige oder unerwartete Mails bekommt, sollte darin weder auf Links klicken noch Anhänge öffnen.
Wer verdächtige oder unerwartete Mails bekommt, sollte darin weder auf Links klicken noch Anhänge öffnen. Foto: Christin Klose

Hannover (dpa/tmn) - Die Polizei Niedersachsen warnt vor falschen Amazon-Bestellbestätigungen, die derzeit verstärkt von Onlinekriminellen verschickt werden.

Die Mails seien zwar nicht besonders gut gemacht, aber die Nachricht, dass das eigene Amazon-Konto angeblich von einem fremden Gerät aus für einen Kauf verwendet wurde, dürfte die eine oder den anderen trotzdem verunsichern.

Die betrügerischen Absender der Mail verweisen gleich in den Nachrichten darauf, dass man die Möglichkeit habe, über ein Bestätigungsdokument im Anhang die Bestellung zu stornieren. An dieser Stelle sollten Empfänger aussteigen und die Mail löschen.

Anhänge und Links in verdächtigen Mails sind tabu

Denn über solche Anhänge könnten Angreifer jederzeit Schadsoftware auf den Rechner bringen - auch wenn es sich in den polizeibekannten Fällen um PDFs handelte, in denen etwa mit «Ein Problem melden» betitelte Links zu gefälschten Amazon-Anmeldeseiten führen.

Darüber greifen die Kriminellen dann die Amazon-Anmeldedaten der Nutzerin oder des Nutzers sowie Zahlungsdaten und Adressen ab. Wer auf den Phishing-Trick hereingefallen ist und Daten preisgegeben hat, sollte unverzüglich die echte Amazon-Webseite aufrufen, sich dort einloggen und seine Zugangsdaten ändern, rät die Polizei . Zudem sollte man Kontakt mit dem Amazon-Support aufnehmen.

Bank informieren und Anzeige stellen

Unverzichtbar ist es, im direkten Anschluss die Bank zu informieren, zu der die Zahlungsdaten gehören, die man auf der Phishingseite eingegeben hat. Außerdem sei es ratsam, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu stellen.

Wer sich unsicher ist, ob eine Mail wirklich von Amazon stammt oder nicht, sollte das sogenannte Message Center im Kundenkonto besuchen. Dort werden alle auf eine Bestellung angezeigt. Dort gespeicherte Nachrichten stammen also tatsächlich von Amazon.

Unerwartete Bestellungen oder Mahnungen zu Amazon-Bestellungen können dem Unternehmen auch gemeldet werden, indem man die verdächtige E-Mail als Anhang an stop-spoofing@amazon.com sendet.

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