Delta Chat
Der Messenger, der E-Mail nutzt

Delta Chat ist eigentlich eine E-Mail-App mit moderner Chat-Benutzeroberfläche. Insofern sind auch Emojis oder Anhänge wie Fotos oder Videos kein Problem.

Dienstag, 20.08.2019, 05:28 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 05:32 Uhr
Für die Messenger-App Delta Chat brauchen Nutzer nur ein E-Mail-Konto.
Für die Messenger-App Delta Chat brauchen Nutzer nur ein E-Mail-Konto. Foto: Robert Günther

Berlin (dpa/tmn) - Weil sie nicht kompatibel sind, steht und fällt der Erfolg von Messenger-Apps mit der Zahl ihrer Nutzer. Diese Logik wollten die Entwickler von Delta Chat nicht gelten lassen und bauen mit ihrem Messenger einfach auf den vorhandenen Strukturen von E-Mail-Adressen und -Servern auf.

Die Idee dahinter: Jeder hat eine Mail-Adresse, also kann auch jeder Delta Chat nutzen. Und sogar wer den Messenger nicht nutzt, ist darüber per Mail erreichbar.

Technisch ist Delta Chat also eigentlich eine E-Mail-App mit moderner Chat-Benutzeroberfläche, erklären die Entwickler. Insofern sind auch Emojis oder Anhänge wie Fotos oder Videos kein Problem. Allein Sprach- oder Video-Chats sind technisch nicht möglich.

Die App bietet unter Sicherheitsgesichtspunkten eine vollständige und automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ist quelloffen, also für jeden nachvollziehbar programmiert. Zudem werden einem nur Nachrichten bekannter Nutzer automatisch angezeigt. Sie kann mit Geschwindigkeit punkten, da sie das Push-IMAP-Protokoll zum Synchronisieren der Nachrichten nutzt.

In einer frühen Version (Early Access) ist Delta Chat bereits für Android-Mobilgeräte verfügbar. Die iOS-Version und die Desktop-Varianten für Linux und Mac befinden sich im Beta-Stadium der Entwicklung, können zum Teil aber auch schon ausprobiert werden. Unterm Strich bedeutet das: Wer Delta Chat ausprobiert, muss derzeit noch mit Fehlern rechnen.

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