Auto
Sind Karbonfelgen eigentlich zugelassen?

Essen (dpa/tmn) - Im Rennsport haben Hightech-Felgen aus karbonfaserverstärkten Stoffen längst ihren Platz. Doch bei der Fahrt auf normalen Landstraßen haben Prüfer einige Probleme mit ihnen.

Freitag, 05.10.2012, 18:06 Uhr

In Deutschland gibt es derzeit noch keine Straßenzulassung für Karbonfelgen. Vorteile haben Bauteile aus sogenannten karbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) aber: Sie sind sehr leicht, nahezu beliebig formbar und sehr temperaturbeständig. Außerdem rosten sie nicht, teilt der TÜV Nord mit. Die Produktionskosten liegen dagegen höher. Im Rennsport haben CFK-Materialen längst einen festen Platz.

In einigen Ländern Europas sowie in den USA und Japan sind bereits erste Auto- und Motorradmodelle aus Serienproduktion für Karbonfelgen zugelassen. In Deutschland müssten die Hersteller dafür laut TÜV zunächst Material- und Festigkeitsgutachten sowie eine Anbauprüfung für das jeweilige Modell in Auftrag geben. Erst nach bestandenen Prüfungen ließen sich die Hightech-Felgen legal nutzen. Doch die Prüfstellen sehen Probleme: So könnten Karbonfelgen im Material schneller ermüden als herkömmliche Felgen. Und bei Unfällen könnten sie zersplittern und gefährlich scharfe Kanten aufweisen.

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