Kirche
Katholische Frauenverbände protestieren gegen Segnungsverbot

Köln (dpa) - In einem Offenen Brief an die römische Glaubenskongregation haben die fünf großen katholischen Frauenverbände im deutschsprachigen Raum eine Aufhebung des Segnungsverbots für homosexuelle Paare gefordert. Die Verbände, die zusammen eine Million Mitglieder zählen, fordern eine Erneuerung der Sexual- und Beziehungsethik der katholischen Kirche. Beteiligt sind die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö), der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Frauenbewegung Südtirol (kfb).

Donnerstag, 01.04.2021, 10:40 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 10:52 Uhr
Ein Kirchenkreuz.
Ein Kirchenkreuz. Foto: Friso Gentsch

Aufgabe der Kirche sei es, die Liebe Gottes in der Welt sichtbar zu machen, und das bedeute auch, sich gegen Homophobie zu wenden, schreiben die Verbände in dem am Donnerstag veröffentlichten Brief. «Gottes Liebe ist allen Menschen zugesagt, unabhängig von ihrer sexuellen Ausrichtung.» Sexualität sei Teil der Schöpfung. Verantwortete sexuelle Liebesbeziehungen könnten nicht auf die Ehe reduziert werden.

Die Glaubenskongregation - die oberste Wächterinstanz über die katholische Lehre - hatte im vergangenen Monat verkündet, dass es «objektiv» nicht Gottes Wille sei, wenn homosexuelle Paare gesegnet würden.

© dpa-infocom, dpa:210401-99-52766/2

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