Energie
RWE: Entschädigung stärkt Vertrauen in Standort Deutschland

Essen (dpa/lnw) - Die Energiekonzerne RWE und Eon haben die Einigung über die Entschädigungszahlungen für den Atomausstieg begrüßt. Die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Kraftwerksbetreibern sei ein wichtiger Schritt, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten herzustellen, teilte RWE am Freitag in Essen mit. Sie sei zudem ein gutes Signal, um das Vertrauen in den Standort Deutschland zu stärken und damit die erheblichen Investitionen, die jetzt in den Umbau des Energiesystems fließen müssen, zu befördern. Eon teilte mit, es sei erfreulich «dass das Kapitel des Kernenergieausstiegs jetzt auch auf diesem Feld abgeschlossen werden kann».

Freitag, 05.03.2021, 16:13 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 16:22 Uhr
Zwei der vier riesengroßen Scheiben, die das RWE Logo in alle Himmelsrichtungen zeigen.
Zwei der vier riesengroßen Scheiben, die das RWE Logo in alle Himmelsrichtungen zeigen. Foto: Roland Weihrauch

Insgesamt sollen die Konzerne Vattenfall, RWE, Eon/PreussenElektra und EnBW 2,43 Milliarden Euro Ausgleich für entgangene Gewinne und umsonst getätigte Investitionen erhalten. RWE bekommt nach Angaben der Bundesregierung 880 Millionen. Das Geld wird zum Ausgleich für Strommengen des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich gezahlt, die RWE nicht mehr nutzen kann. Eon fließt nach eigenen Angaben ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag zu, weil mit der Gesamteinigung auch ein langjähriger Streit zwischen Eon und Vattenfall um die Aufteilung von Reststrommengen aus dem gemeinsam betriebenen Kernkraftwerk Krümmel beigelegt ist.

Die Verständigung stehe unter dem Vorbehalt einer Umsetzung in entsprechende Regelungen im Atomgesetz und eines öffentlich-rechtlichen Vertrags zwischen den Betreibern und der Bundesregierung, teilte RWE weiter mit. Zudem sei eine Beihilfeprüfung durch die EU-Kommission erforderlich.

© dpa-infocom, dpa:210305-99-702420/4

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