Wetter
DWD: Schneeanhaftungen an Leitungen nicht wahrscheinlich

Essen (dpa/lnw) - Bei den am Wochenende erwarteten starken Schneefällen im Norden Nordrhein-Westfalens hält der Deutsche Wetterdienst schwere Schneeanhaftungen an Hochspannungsleitungen für nicht sehr wahrscheinlich. So genannte Leiterseilschwingungen könne man aber trotzdem nicht ganz ausschließen, sagte DWD-Meteorologe Markus Winkler am Freitag in Essen.

Freitag, 05.02.2021, 16:26 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 16:32 Uhr
Vor winterlichen Straßenverhältnissen warnt ein Schild.
Vor winterlichen Straßenverhältnissen warnt ein Schild. Foto: Uwe Zucchi

Ende November 2005 hatten dicke, schwere Schneeanhaftungen an Stromleitungen im Münsterland zahlreiche Masten umknicken lassen. Zehntausende Haushalten waren damals tagelang ohne Strom.

«Glücklicherweise soll es deutlich kälter sein als 2005», sagte Winkler weiter. Erwartet würden Temperaturen zwischen minus 5 und minus 8 Grad. Bei diesen Temperaturen pappe der Schnee nicht so sehr an den Leitungen. «Das spricht gegen Leiterseilschwingungen durch Schneefall.»

Die Stromnetzbetreiber sind trotzdem alarmiert. «Wir haben Bereitschaftsdienste intensiviert», sagte Westnetz-Sprecher Thomas Breuer. Notfallpläne seien aktiviert. «Wir sind einsatzbereit, um sämtliche Probleme kurzfristig lösen zu können.» Nach seinen Angaben seien aus den Erfahrungen von 2005 auch Konsequenzen gezogen worden. So hätten sich etwa die Materialien geändert.

Auch beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion ist man vorbereitet. Alle Leitstellen würden doppelt besetzt, sagte Amprion-Sprecher Andreas Preuß. Leitungen, die eigentlich für Wartungsarbeiten am Wochenende stromlos geschaltet wurden, seien wieder ins Netz zurückgeholt worden, «damit möglichst viele Netzelemente zur Verfügung stehen». Amprion ist einer der vier Höchstspannungsnetzbetreiber in Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:210205-99-314756/4

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