Urteile
Mord mit Vorschlaghammer: Lebenslange Haft

Essen (dpa/lnw) - Nach einem tödlichen Hammerangriff auf einen 71-jährigen Rentner in Hattingen bei Bochum ist ein Mann am Donnerstag zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Die Richter haben keinen Zweifel, dass der 46-Jährige dem Senior am 28. April 2020 in dessen Wohnung den Schädel zertrümmert hat. Er sei bei einem Einbruch gestört worden und habe sich in dieser Situation entschlossen, den Mann zu töten, hieß es im Urteil des Essener Schwurgerichts. Die Beute bestand aus dem Wohnungsschlüssel des Opfers und etwas Bargeld in ausländischer Währung.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:01 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:12 Uhr
Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia.
Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia. Foto: Stefan Puchner

Der Angeklagte war nach der Tat selbst bei der Polizei aufgetaucht und festgenommen worden. Im Prozess hatte der Ungar zu den Vorwürfen im Wesentlichen geschwiegen, einmal aber gesagt: «Ich weiß, was ich getan habe.» Außerdem gab es einen von ihm verfassten Brief, den die Richter als Geständnis werteten.

Das Opfer war damals von einem Bekannten gefunden worden. Die Richter gehen davon aus, dass der Senior zunächst mit einem kleineren Gegenstand bewusstlos geschlagen und anschließend in einen Werkstattraum geschleift worden ist. Dort sei dann mit einem Vorschlaghammer zugeschlagen worden.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-304891/2

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