Gesundheit
Erste Lieferungen von Astrazeneca: 158 400 Dosen für NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kann in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich in der kommenden Woche erstmals eingesetzt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird an diesem Samstag eine erste Tranche von 74 400 Impfdosen erwartet. Am Freitag kommender Woche sollen nach den jüngsten Informationen weitere 84 000 Impfdosen von Astrazeneca im bevölkerungsreichsten Bundesland eintreffen, wie ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag sagte. Damit summierten sich die ersten Lieferungen dieses Herstellers auf 158 400 Impfdosen bis zum Ende der kommende Woche.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:33 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:40 Uhr
Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca.
Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca. Foto: Alastair Grant

Nach den Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna ist der von Astrazeneca der dritte, der in NRW zur Anwendung kommt. Die EU-Kommission hatte vergangenen Freitag den Impfstoff von Astrazeneca zugelassen. In einem Schreiben an die Bezirksregierungen war von einem voraussichtlichen Impfstart damit am 10. Februar sowie von voraussichtlich 130 000 Impfdosen die Rede. Ob nach dem etwas früheren Eintreffen der ersten Tranche am Samstag der Impfstart nun schon zu Wochenbeginn statt am Mittwoch erfolgen kann, war zunächst noch unklar. Das gilt auch für die Frage, ob die Hälfte der Impfstoffmenge für die zweite Spritze zurückgelegt wird.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Donnerstag in einer Ausschussbefragung im Landtag, dass nach den gegenwärtigen Ankündigungen bis einschließlich der ersten Märzwoche etwa 600 000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca zu erwarten seien. Sie sollen Mitarbeitern in Gesundheitsberufen, stationär wie ambulant, die ebenfalls zur Gruppe 1 der Priorisierung gehören, angeboten werden.

Laut dem Schreiben des Ministeriums an die Bezirksregierungen und damit an die Kommunen in NRW, sollen Vorbereitungen für die Vergabe von Impfterminen an Personal ambulanter Pflegedienste, Personal von Tagespflegeeinrichtungen, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen sowie Rettungsdienstpersonal getroffen werden. Das Ministerium bittet in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, Pflegepersonal bei der Terminvergabe vorrangig zu berücksichtigen. Für Personen dieser Gruppen, die 65 Jahre und älter sind, soll abweichend Impfstoff von Biontech eingesetzt werden.

Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» und der «Westfälische Anzeiger» über die in Nordrhein-Westfalen erwarteten ersten 130 000 Corona-Impfstoffdosen des Herstellers Astrazeneca berichtet.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-298030/4

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