Fußball
Frust und Wut: Niederlage für Würzburg

Die kleine Erfolgsserie der Würzburger Kickers von drei Spielen ohne Niederlage ist wieder vorbei. In Paderborn gibt es den nächsten Dämpfer im Abstiegskampf. Trainer Trares sieht Rot. Sport-Vorstand Schuppan hält auf dem Transfermarkt weiter «Augen und Ohren offen».

Sonntag, 24.01.2021, 11:43 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 11:52 Uhr
Dominic Baumann von Würzburg und Paderborns Sven Michel (l-r.) am Ball.
Dominic Baumann von Würzburg und Paderborns Sven Michel (l-r.) am Ball. Foto: Bernd Thissen

Paderborn (dpa/lby) - Nach dem Ende des zarten Aufwärtstrends war der Ärger von Würzburgs Trainer Bernhard Trares doppelt groß. Seine Kickers verloren in der 2. Fußball-Bundesliga nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen wieder, er selbst sah beim 0:1 (0:1) gegen den SC Paderborn die Rote Karte. «Ich habe mit Paderbornern Spielern über das Foulspiel diskutiert und zu denen gesagt, ihr seid doch blind, der ist doch reingerutscht - und daraufhin bekomme ich die Rote Karte», schilderte Trares die Szene.

«Ich war total außer mir, wie man für sowas Rot geben kann. Der Schiedsrichter und der Linienrichter stehen in dem Fall 70 Meter von mir weg, es gab keinen Grund, mit denen zu sprechen», sagte Trares. Am Dienstag im Auswärtsspiel gegen Erzgebirge Aue ist der 55-Jährige dann gesperrt.

Sein Team erwischte am Samstag beim SC Paderborn einen guten Start, doch David Kopacz ließ eine Großchance aus. Das wurde bald bestraft - Dennis Srbeny erzielte nach einem Fehler im Spielaufbau der Franken das frühe Siegtor für die Ostwestfalen (31. Minute).

«Leider hat uns der letzte Punch gefehlt. Deshalb tut die Niederlage sehr weh», sagte der ehemalige Paderborner und heutige Würzburger Abwehrspieler Christian Strohdiek. Mit weiterhin neun Punkten auf dem Konto sind die Unterfranken abgeschlagen Tabellenletzter.

Trotz der prekären Lage glaubt der Aufsteiger weiter an seine Chance. «Wir sind alle im Verein davon überzeugt, auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga zu spielen», sagte Sport-Vorstand Sebastian Schuppan der «Main Post», wenngleich vor dem Spiel.

Ob sich noch in diesem Winter weiteres auf dem Transfermarkt tut, ließ der ehemalige Profi offen. «Jene Spieler, die den Verein verlassen können, sind informiert. Wir halten selbstverständlich unsere Augen und Ohren offen. Eine Verstärkung im Offensivbereich, vielleicht einen Außenspieler, würde ich begrüßen», sagte er. «Aber wir werden nicht mit Gewalt etwas machen, nur damit wir noch etwas machen. Es muss alles passen.»

Zuletzt hatten die Kickers bereits Strohdiek (SC Paderborn), Martin Hasek (vereinslos), Marvin Pieringer (SC Freiburg II), Stefan Maierhofer (FC Admira) und Rolf Feltscher (Los Angeles) verpflichtet.

© dpa-infocom, dpa:210123-99-141316/3

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