Justiz
Gericht: Kein Baustopp für Teak-Holz auf «Gorch Fock»

Köln (dpa) - Der Einbau von Teak-Holz auf dem Marine-Schulschiff «Gorch Fock» muss bis zu einer Entscheidung in einem gerichtlichen Eilverfahren nicht sofort gestoppt werden. Das beschloss das Verwaltungsgericht Köln in einer sogenannten Zwischenentscheidung, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte.

Freitag, 04.12.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 18:52 Uhr
Das Marine-Schulschiff «Gorch Fock» liegt in einem Dock der Bredo-Werft.
Das Marine-Schulschiff «Gorch Fock» liegt in einem Dock der Bredo-Werft. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

In dem Fall geht es um Vorwürfe, wonach bei der laufenden Sanierung der «Gorch Fock» illegales Tropenholz verbaut wird. Antragsteller in Köln ist der Deutsche Naturschutzring. Die Umweltorganisation WWF, die sich für den Fall mit dem Thema befasst hat, will nach eigenen Angaben die Prüfung der Vorwürfe erwirken. Zudem war nach Angaben des Gerichts beantragt worden, dass die Richter einen sofortigen Stopp der Arbeiten auf dem Schiff verfügen - noch bevor sie im laufenden Eilverfahren zu einer Entscheidung kommen.

Dieser Wunsch wurde nun aber negativ beschieden. Das Gericht nannte dafür zwei Argumente: Zum einen sei der Einbau des Holzes nicht zwingend unumkehrbar. Zum anderen sei nach vorliegenden Informationen schon ein Großteil des Holzes verbaut. Das Oberverwaltungsgericht, das sich kurz darauf mit einer Beschwerde gegen die Kölner Entscheidung befasste, untermauerte den Beschluss. Die Beschwerde wurde abgewiesen.

Das Eilverfahren läuft nun weiter. Das Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), gegen die sich der Antrag richtet, teilte mit, ihr sei vom Verwaltungsgericht eine Frist zur Stellungnahme bis zum 14. Dezember 2020 gesetzt worden.

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