Prozesse
Prozess um Böllerwurf beim Rhein-Derby: Urteil erwartet

Ein 35-Jähriger soll im September 2019 während des Rhein-Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im Kölner Stadion einen Böller gezündet haben, durch den 22 Personen verletzt worden sein sollen. Am Donnerstag wird ein Urteil erwartet.

Donnerstag, 03.12.2020, 02:02 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 02:12 Uhr
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen

Köln (dpa/lnw) - Im Strafprozess um einen Böllerwurf im Rhein-Derby der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im September 2019 wird heute (11 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt ist ein 35-Jähriger, der den in Deutschland illegalen Böller der Marke «Gorilla Bomb» in der 83. Spielminute gezündet und über ein Absperrgitter in den Stadioninnenraum geworfen haben soll. Bei der Detonation sind laut Anklageschrift 22 Menschen, darunter Fotografen und Stadionordner, verletzt worden. Der Angeklagte räumte die Tat im Prozess ein.

Zudem wirft die Anklage dem Mann vor, im Oktober 2018 am Rande einer Demonstration am Kölner Hauptbahnhof den Hitlergruß gezeigt zu haben. Im August 2020 soll er einem Mann vor einem Kiosk im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ins Gesicht geschlagen und Polizeibeamte beleidigt haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Schlussvortrag insgesamt drei Jahre und drei Monate Haft für den 35-Jährigen. Die Verteidigung plädierte auf ein mildes Urteil.

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