Kultur
«Alarmstufe Rot»: «Räuber» spielten vor dem Landtag

Düsseldorf (dpa/lnw) - Bei einer Protest-Demo vor dem Düsseldorfer Landtag sind am Mittwoch die «Räuber» aufgetreten. Die Karnevalsband («Denn wenn et Trömmelche jeht») machte damit auf die dramatischen Umsatzeinbrüche der Veranstaltungswirtschaft durch die Corona-Pandemie aufmerksam. Ein Bündnis hatte in den vergangenen Wochen unter dem Motto «Alarmstufe Rot» sieben Demos vor dem Parlament veranstaltet.

Mittwoch, 21.10.2020, 18:53 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 19:02 Uhr
Die «Räuber» spielen bei der «Alarmstufe Rot»-Demonstration vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf.
Die «Räuber» spielen bei der «Alarmstufe Rot»-Demonstration vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch

Manager Michael Brand hatte im Vorfeld gesagt, es gehe der Band darum, «ein Zeichen für die ganze Branche zu setzen». Die Musiker selbst erlebten gerade ihren «persönlichen Lockdown», da ihr Kerngeschäft - Liveauftritte vor allem rund um den Karneval - nicht stattfinde. Es gehe um die Existenzen der Musiker. Daher habe man nicht lange überlegt, als die Anfrage der Demo-Organisatoren gekommen sei.

«Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der Covid-19-Krise getroffen wurde, und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein», so die Macher von «Alarmstufe Rot». Es gebe teilweise Umsatzeinbrüche von 100 Prozent. Die bisherigen Überbrückungshilfen und Kreditprogramme seien nicht ausreichend.

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