Verkehr
Kein Bus- und Straßenbahnverkehr in vielen NRW-Städten

Wer zur Arbeit oder woandershin fahren musste, konnte sich am Montag nicht auf Bus und Bahn verlassen - Warnstreik! Am Dienstag fahren voraussichtlich noch weniger Busse und Bahnen.

Montag, 19.10.2020, 15:21 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 15:32 Uhr
Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Verdi-Logo.
Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Verdi-Logo. Foto: Stefan Sauer

Düsseldorf (dpa/lnw) - In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen hat ein Warnstreik der Beschäftigen des Öffentlichen Nahverkehrs am Montag dafür gesorgt, dass Busse und Bahnen in den Depots blieben. Insgesamt hätten knapp 8000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, berichtete die Gewerkschaft Verdi am Montag. Für Dienstag kündigte sie noch mehr Warnstreiks im Nahverkehr an.

In Düsseldorf stellten am Montag alle U-Bahnen, Straßenbahen- und Buslinien den Verkehr ein. In Köln fuhren laut den Verkehrsbetrieben keine Stadtbahnen, Busse waren nur vereinzelt unterwegs. Auch in Essen, Mülheim an der Ruhr und etlichen anderen Städten standen Busse und Bahnen. Allerdings war der Streik nicht flächendeckend. Etwa in Dortmund, Duisburg oder Bochum rollte laut Verdi der Nahverkehr.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen: Die Gewerkschaft will in den Verhandlungen über einen neuen Rahmentarifvertrag unter anderem durchsetzen, dass die maximale Arbeitszeit im Fahrdienst von zwölf auf zehn Stunden sinkt. Die Ruhezeit nach Schichtende soll nach Ansicht der Gewerkschaft von zehn auf elf Stunden verlängert werden.

Am Dienstag werden Verdi zufolge noch mehr Bürger ohne Busse und Bahnen auskommen müssen. Dann sollen die Warnstreiks den öffentlichen Verkehr in allen NRW-Städten weitgehend lahmlegen. Dabei geht es allerdings um einen anderen Tarifkonflikt, und zwar um den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Dessen Entgeltvereinbarung übernehmen die Nahverkehrsbetriebe, daher werden sich deren Beschäftigten am Arbeitskampf um diesen Vertrag beteiligen. Regionalzüge und S-Bahnen sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen.

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