Demonstrationen
Tausende demonstrieren in Düsseldorf gegen Corona-Maßnahmen

Viel Polizei, massive Verkehrsbehinderungen, aber am Ende doch ein friedlicher Verlauf. Eine Demo der coronaskeptischen Querdenker-Bewegung hat in Düsseldorf mehrere tausend Menschen angezogen. Zu Zwischenfällen wie am Reichstagsgebäude kam es nicht.

Sonntag, 20.09.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 18:02 Uhr
Teilnehmer einer Demonstration gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus halten während einer Ansprache die Hände in die Luft.
Teilnehmer einer Demonstration gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus halten während einer Ansprache die Hände in die Luft. Foto: Fabian Strauch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Begleitet von Gegendemonstrationen und starken Polizeikräften haben einige Tausend Menschen in Düsseldorf gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Der Demonstrationszug durch die Innenstadt war von einer regionalen Gruppe der Initiative Querdenken angemeldet worden. Der Veranstalter sprach von 5000 bis 6000 Teilnehmern. Eingestellt waren Veranstalter und Polizei auf deutlich mehr. An einer Gegendemonstration der Initiative «Düsseldorf stellt sich quer» beteiligten sich einige hundert Menschen. Unter ihnen waren der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und sein Herausforderer bei der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus am kommenden Sonntag, Stephan Keller (CDU).

Die Teilnehmer der Querdenken-Demo protestierten gegen die Maskenpflicht in Deutschland, forderten auf Plakaten Umarmungen statt Distanz oder zweifelten auf Schildern an, dass es die Corona-Pandemie überhaupt gibt. Während die Demo durch die Innenstadt zog, kam es zu einzelnen kleinen Rangeleien am Straßenrand. Die Polizei sprach allerdings von einem insgesamt friedlichen Verlauf. Auch den Mindestabstand von 1,5 Metern hätten die Teilnehmer eingehalten. Eine Maske mussten sie gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung bei der Demo nicht tragen.

Die Veranstalter hatten im Vorfeld knapp 50 000 Teilnehmer für die Kundgebung angemeldet, zugleich aber durchblicken lassen, dass sie mit einem so starken Andrang nicht wirklich rechnen. Die Polizei hatte sich auf bis zu 10 000 Menschen eingestellt.

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