Fußball
DFL: «Im Gespräch» mit Bayern über Funktionäre auf Tribüne

München (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga thematisiert mit dem FC Bayern das Verhalten der Funktionäre auf der Tribüne beim Bundesliga-Eröffnungsspiel der Münchner gegen den FC Schalke 04. «Die DFL ist hierzu im direkten Gespräch mit dem FC Bayern», teilte ein DFL-Sprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Samstag, 19.09.2020, 13:01 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 13:12 Uhr
Uli Hoeneß (2.vl), Ehrenpräsident vom FC Bayern, Herbert Hainer (3.vl), Präsident vom FC Bayern, Jochen Schneider (rechts unten), Sportvorstand des FC Schalke 04, und Michael Reschke, Technischer Direktor von FC Schalke 04 sind auf der Tribüne.
Uli Hoeneß (2.vl), Ehrenpräsident vom FC Bayern, Herbert Hainer (3.vl), Präsident vom FC Bayern, Jochen Schneider (rechts unten), Sportvorstand des FC Schalke 04, und Michael Reschke, Technischer Direktor von FC Schalke 04 sind auf der Tribüne. Foto: Matthias Balk

Vertreter beider Clubs saßen beim 8:0-Sieg der Münchner jeweils direkt nebeneinander auf der Tribüne und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Bayern-Vorstand Oliver Kahn berief sich auf offizielle Vorgaben, durch die gedeckt gewesen sei, dass die Funktionäre ohne Maske direkt nebeneinander saßen. «Es gab keine Vorgaben, weil wir uns an die bayerische Verordnung gehalten haben, die genau das auch erlaubt», sagte er im ZDF.

In Paragraf 2 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Bayern ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet. In Paragraf 9 wird betont, dass der Veranstalter bei bundesweiten Sportveranstaltungen sicherstellen muss, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen allen Zuschauern eingehalten werden kann, die beispielsweise nicht zu einer Familie gehören. Maskenpflicht bestehe demnach nur, wenn sich Zuschauer nicht an ihrem Platz befinden.

Gemäß dem Konzept der DFL sind alle Personen in der «Zone 2» des Stadions, zu der die Tribüne zählt, «zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet, sofern der Mindestabstand von 1,50 m nicht einzuhalten ist». Bei 35 oder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Woche pro 100 000 Einwohner besteht eine ständige Maskenpflicht.

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