Kriminalität
Anklage nach Erpressung durch Plattenwürfe auf A44

Paderborn (dpa/lnw) - Nach Betonplattenwürfen auf die Autobahn 44 bei Erwitte hat die Staatsanwaltschaft Paderborn Anklage erhoben. Laut Mitteilung von Mittwoch werfen die Ermittler einem 21-Jährigen aus Geseke im Kreis Soest versuchten Mord und versuchte räuberische Erpressung vor. Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Paderborn entscheiden.

Mittwoch, 02.09.2020, 13:09 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 13:22 Uhr

Der Mann soll im April 2020 von einer Brücke eine Betonplatte auf einen Transporter geworfen haben. Die Platte durchschlag die Windschutzscheibe und verletzte die Fahrerin durch Splitter. Anschließend versuchte der 21-Jährige den Fahrzeughersteller zu erpressen und forderte 250 000 Euro. Er kündigte weitere Anschläge auf die gleiche Fahrzeugmarke an.

Anfang Mai warf er an zwei Tagen Betonplatten auf eine Landstraße bei Salzkotten und die A33 bei Hövelhof. Dabei prüfte er aber zuvor, dass kein Fahrzeug getroffen wurde. Durch eine Telefonüberwachung wurde der Mann Mitte Mai gefasst und festgenommen. Er gestand die Tat und sitzt in Untersuchungshaft.

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