Schulen
Laschet steht zu Maskenpflicht an Schulen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen gerechtfertigt. Gerade in der jetzigen Phase, in der viele Menschen von Reisen zurückkehrten, müsse man besonders vorsichtig sein, sagte Laschet am Dienstag vor Beginn einer Kabinettssitzung in Düsseldorf. Außerdem mahnten die steigenden Corona-Infektionszahlen: «Die Pandemie ist längst noch nicht vorbei», so Laschet. «Wenn sich das Geschehen normalisiert, dann könne wir auch schnell wieder von dieser Pflicht Abstand nehmen.»

Dienstag, 11.08.2020, 11:47 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 11:52 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Zugleich warnte Laschet vor «Panikmache und Angstszenarien» im Umgang mit dem Coronavirus. Es müsse ein «Weg der Mitte» gefunden werden. Einerseits sei Vorsicht in der Pandemie geboten. Andererseits müsse versucht werden, das soziale und wirtschaftliche Leben weiter zu leben und Schäden zu minimieren. «Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen», sagte Laschet.

Alle 16 Bundesländer wollten Schüler wieder in die Schulen schicken, betonte der Regierungschef. Es werde immer wieder Fälle geben, wo auch in Schulen oder Kitas Infektionen aufträten. Dann müsse «zielgerichtet» verhindert werden, dass sich das Virus ausbreite.

Ab Mittwoch kehren im einwohnerstärksten Bundesland rund 2,5 Millionen Schüler an landesweit 5500 Schulen in den Regelbetrieb zurück. Als einziges Bundesland hat NRW eine Maskenpflicht beschlossen, die nicht nur im Schulgebäude und auf dem Gelände gilt, sondern an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Die Maßnahme ist zunächst bis Ende August befristet.

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