Fußball
1. FC Köln gewinnt Rechtsstreit um Modeste-Provision

Köln (dpa) - Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln muss keine Provision für den Transfer des Stürmers Anthony Modeste im Jahr 2017 nach China bezahlen. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) Köln am Donnerstag mit. Die Beraterfirma Petralito Sport Service GmbH war bereits im Dezember vor dem Kölner Landgericht mit der Klage auf zwei Millionen Euro Provision gescheitert, zog aber anschließend vor das OLG. Wie das OLG mitteilte, hat die Firma ihren Einspruch zurückgezogen. Zuvor hatte der 24. Senat des OLG der Schweizer Beraterfirma mitgeteilt, dass ihr Einspruch wohl keinen Aussicht auf Erfolg habe.

Donnerstag, 06.08.2020, 15:21 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 15:32 Uhr
Anthony Modeste vom 1. FC Köln feiert nach seinem Tor.
Anthony Modeste vom 1. FC Köln feiert nach seinem Tor. Foto: Ina Fassbender

«Wir haben nie an unserer Position gezweifelt. Entsprechend sind wir sehr froh, dass dieses Verfahren nun beendet und unsere Auffassung vollumfänglich bestätigt worden ist», sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle auf der Homepage des Vereins.

Zur Begründung des OLG hieß es, die Beraterfirma habe nicht den Nachweis erbringen können, dass sie «Vermittlungsleistungen erbracht habe, die zu dem erfolgreichen Transfer wesentlich beigetragen hätten». Eine Vermittlung von Kontakten zwischen dem Geschäftsführer des 1. FC Köln und dem damaligen Trainer des chinesischen Clubs FC Tianjin, dem italienischen Weltmeister Fabio Cannavaro, sei «für die Entstehung eines Provisionsanspruches nicht ausreichend».

Stürmer Modeste war 2017 für eine Summe zwischen 30 und 35 Millionen Euro nach China gewechselt und Mitte November 2018 wieder zum Traditionsclub an den Rhein zurückgekehrt.

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