Fußball
Gladbach schiebt weiteres Bau-Projekt wegen Corona auf

Mönchengladbach (dpa) - Trotz des Einzugs in die Champions League wird der geplante Neubau eines Profi-Leistungszentrums bei Borussia Mönchengladbach aufgeschoben. Grund dafür sind die finanziellen Einbußen aufgrund der Corona-Krise. Das berichtet der «Express» (Freitag). Demnach liege das Minus aufgrund der Pandemie inzwischen bei 14 Millionen Euro, bis zum Jahresende könnte es im schlimmsten Fall auf bis zu 40 Millionen Euro anwachsen. Vor dem Beginn der Corona-Krise hatten die Gladbacher die Umsetzung des Projektes vom Erreichen der Königsklasse abhängig gemacht.

Freitag, 03.07.2020, 11:49 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 12:02 Uhr
Ein Fußball geht ins Netz.
Ein Fußball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas

Nun sollen die Champions-League-Millionen in erster Linie genutzt werden, um die entstandenen Löcher zu stopfen. Finanzchef Stephan Schippers hatte deshalb in dieser Woche bereits angekündigt, in diesem Sommer kein Geld für Ablösesummen ausgeben zu wollen.

Die bereits feststehenden Abgänge von Raffael, Fabian Johnson und Tobias Strobl sollen dennoch kompensiert werden. Sportchef Max Eberl hatte berichtet, an «kreativen Lösungen» arbeiten zu wollen. Denkbar sind etwa Leihgeschäfte mit Kaufoptionen oder ablösefreie Transfers.

Der Verkauf von international begehrten Leistungsträgern wie Denis Zakaria oder Alassane Plea, um damit Spielraum für kostspieligere Transfers zu erlangen, steht laut Eberl derzeit nicht zur Debatte.

Am Borussia-Park war das Club-Gelände in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut worden. Neben einem größeren Trainingsgelände existieren inzwischen am Stadion ein eigenes Hotel, ein interaktives Vereins-Museum sowie ein Reha-Zentrum mit Arztpraxen. Der Bau eines Profi-Leistungszentrums soll das nächste Projekt sein.

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