Prozesse
Gruppenvergewaltigung: Bis zu sieben Jahre gefordert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Prozess um eine Gruppenvergewaltigung im Düsseldorfer Volksgarten hat die Staatsanwältin bis zu sieben Jahre Haft für die vier Angeklagten gefordert. Die niedrigste Strafforderung lag bei drei Jahren und neun Monaten Haft, hieß es am Donnerstag aus Prozesskreisen. Die 19 bis 34 Jahre alten Männer sollen eine 22-jährige Frau am S-Bahnhof-Volksgarten angesprochen, in den nahe gelegenen Park gezerrt und dort mehrfach vergewaltigt haben. Einer der Männer soll die Tat gefilmt haben.

Donnerstag, 02.07.2020, 17:39 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 17:52 Uhr
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne.
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Foto: Arne Dedert

Der 19-Jährige soll gegangen sein, als es ihm zuviel wurde und einen Passanten aufgefordert haben, die Polizei zu rufen. Die Verteidiger sollen in der kommenden Woche plädieren. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit des Opfers hielt das Gericht offenbar nicht für notwendig. An den Aussagen des Opfers waren Zweifel aufgetaucht.

So wollte sie zunächst vor der Tat mit einer Freundin in der Altstadt gewesen sein. Später soll sie zugegeben haben, kurz vor der Tat noch Sex mit einem 52-Jährigen gehabt zu haben.

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