Kriminalität
Maskenverweigerin landet in Gewahrsam und attackiert Beamten

Leichlingen (dpa/lnw) - Weil sie sich gegen die Maskenpflicht gesträubt und einen Platzverweis der Polizei ignoriert haben soll, ist eine Tankstellenkundin im Rheinisch-Bergischen Kreis in Gewahrsam genommen worden. Doch auch durch den mehrstündigen Aufenthalt auf der Wache sei die 56-Jährige nicht zur Einsicht gekommen, erklärte die Polizei am Donnerstag: Als sie am Mittwochabend entlassen werden sollte, habe sie einen Beamten mehrfach mit den Fäusten gegen den Oberkörper geschlagen. Nur mit «körperlicher Gewalt» habe die Polizei die Frau vom Gelände der Wache in Burscheid bringen können. Der Beamte sei nicht verletzt worden.

Donnerstag, 02.07.2020, 13:03 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 13:12 Uhr
Ein Polizeifahrzeug steht mit angeschaltetem Blaulicht auf der Straße.
Ein Polizeifahrzeug steht mit angeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger

Der Polizei zufolge hatte die Frau am Mittwochnachmittag zunächst den Verkaufsraum der Tankstelle in Leichlingen ohne Schutzmaske betreten. Auf einen Hinweis des Verkäufers habe sie geantwortet, aus persönlichen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Trotz mehrfacher Aufforderung des Angestellten habe die 56-Jährige die Tankstelle nicht verlassen. Nachdem die Frau auch einen Platzverweis der verständigten Polizei ignorierte, kam sie in die Gewahrsamszelle.

Die Beamten schrieben eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung. Nach dem späteren Angriff auf den Polizisten kam dann auch noch eine Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte hinzu.

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