Gesundheit
Düsseldorfer Altstadt: Noch keine Maßnahmen beschlossen

Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Eine Expertenrunde hat sich in Düsseldorf zunächst nicht auf Maßnahmen für die Düsseldorfer Altstadt einigen können. «Inzwischen liegen neue Vorschläge auf dem Tisch, die aber erst noch überprüft und abgestimmt werden müssen», sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch auf Anfrage. In Köln soll es dagegen verstärkte Kontrollen geben.

Mittwoch, 01.07.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 18:12 Uhr
Thomas Geisel (SPD), Oberbürgermeister von Düsseldorf.
Thomas Geisel (SPD), Oberbürgermeister von Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd

Teile der Düsseldorfer Altstadt hatten in den vergangenen Wochen wegen dichten Gedränges mehrfach von der Polizei geräumt werden müssen. Bei schönstem Wetter waren viele Tausend Amüsierwillige in die engen Altstadtgassen geströmt. Die «längste Theke der Welt» soll kein zweites Ischgl werden.

Die «Koordinationsgruppe Altstadt» hatte am Mittwoch mehrere Stunden lang Gegenmaßnahmen diskutiert. Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus waren in der Landeshauptstadt zuletzt deutlich gestiegen.

«Die Menschen müssen wissen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Es gibt weiterhin Infektionen in Düsseldorf. Möglicherweise auch durch das Gedrängel in der Altstadt begünstigt», hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) gewarnt.

In Köln wollen Polizei und Ordnungsamt am kommenden Wochenende an neuralgischen Punkten verstärkt kontrollieren. «Wenn es Ansammlungen von Gruppen gibt, die nicht den Corona-Richtlinien entsprechen, werden wir sie auflösen», sagte ein Stadt-Sprecher. Bei Bedarf würden die Teams des Ordnungsamtes von der Polizei unterstützt.

«Wir werden gut sichtbar mit mehr Personal im Einsatz sein», sagte ein Polizeisprecher. «Sollte jemand aggressiv werden, werden wir konsequent einschreiten.» Am vergangenen Wochenende waren Beamte angepöbelt und bespuckt worden, als sie zusammen mit Ordnungsamts-Mitarbeitern Plätze räumen wollten, auf denen große Gruppen die Abstandsregeln nicht eingehalten hatten.

Der Krisenstab der Stadt will am Freitag beraten, ob der Kölner Stadtgarten gesperrt werden soll. Für den Brüsseler Platz gilt nach wie vor ein sogenanntes Verweilverbot, für den Rheinboulevard in Deutz wurde dies inzwischen wieder aufgehoben.

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