Verkehr
«Pop-up-Radspur»: Ministerium lässt sich berichten

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat die umstrittene «Pop-up-Radspur» in Düsseldorf im Blick und lässt sich über Unfälle auf dem temporären Fahrradweg berichten. Das bestätigte das Ministerium auf Anfrage.

Mittwoch, 01.07.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 16:52 Uhr
Radfahrer fahren auf einem Radweg.
Radfahrer fahren auf einem Radweg. Foto: Friso Gentsch

«Wir begrüßen jede Maßnahme, die bessere Mobilität bietet», hieß es aus dem Ministerium. «Über straßenrechtliche Anordnung können die Kommunen schnell und flexibel auf Situationen und Handlungsbedarfe auf den Straßen reagieren und wie in Düsseldorf kurzfristig Fahrradspuren, so genannte Pop-Up-Bike-Lanes, vorübergehend einrichten.» Die konkrete Entscheidung habe die jeweilige Stadt zu treffen. «Für die Landesregierung steht dabei die Sicherheit an erster Stelle. Das Verkehrsministerium lässt sich deshalb über das Unfallgeschehen berichten.»

Seit der Einrichtung des Radwegs auf einer mehrspurigen Straße nahe dem Rhein hat es dort zwei Unfälle gegeben. Während der erste nichts mit der neuen Verkehrsführung zu tun hatte - eine Frau ging mit einem Kind ohne richtig zu gucken auf die Straße -, sah sich Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) nach dem zweiten Unfall mit zwei Autos in seinen «Sicherheitsbedenken» bestätigt. Seitdem wurde die Spur mehrfach in Form und Beschilderung verändert.

Am Mittwoch teilte die Stadt mit, dass sie nun die Warnbaken entferne und Streifen auf der Fahrbahn anbringe. Da die Absperrelemente «immer wieder verrückt worden sind», sei es «vereinzelt zu Engstellen gekommen, was die Verkehrssicherheit und die Durchfahrtsmöglichkeiten für die Feuerwehr stark beeinträchtigte».

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