Kriminalität
Online-Drogenhändler sollen weltweit verkauft haben

Herford/Wiesbaden (dpa/lnw) - Das Bundeskriminalamt (BKA) hat drei Männer aus Herford festgenommen, die im Internet und im Darknet im großen Stil mit Drogen gehandelt haben sollen. Bereits seit Januar liefen die Ermittlungen gegen insgesamt sechs Beschuldigte der mutmaßlichen Drogenhändlerbande, wie das BKA am Mittwoch mitteilte. Drei Tatverdächtige im Alter von 27, 29 und 30 Jahren sitzen nach einer Durchsuchungsaktion im Mai in Untersuchungshaft.

Mittwoch, 03.06.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 17:52 Uhr
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt.
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Foto: Frank Molter

Sie sollen hauptverantwortlich sein für den großangelegten illegalen Handel über mehrere Darknet-Plattformen sowie einen für jedermann zugänglichen Online-Shop. Sie traten dazu den Angaben zufolge unter dem Pseudonym «Combi» auf. Seit 2017 sollen unter anderem Heroin, Kokain, Ecstasy, Amphetamin, Chrystal Meth und Cannabis verkauft haben. Die Drogen wurden demnach per Post aus Herford an Abnehmer in Deutschland, Europa aber auch bis in die USA, nach Kanada und Australien verschickt. Die Betäubungsmittel bezog die Bande den Erkenntnissen der Ermittler zufolge hauptsächlich aus den Niederlanden.

Bei den Durchsuchungen in Bielefeld und Herford im Mai stellten die Behörden schließlich zahlreiche Beweismittel - darunter Drogen, aber auch Schusswaffen und Bitcoins - sicher. Das Ermittlungsverfahren hatte anfangs unter Leitung der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gestanden. Inzwischen hat die Bielefelder Staatsanwaltschaft das noch laufende Verfahren übernommen.

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