Gesundheit
Familienminister legt am Freitag Kita-Plan für NRW vor

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Grünen machen Druck auf die Landesregierung, endlich ein konkretes Konzept zur schrittweisen Öffnung der Kitas in Nordrhein-Westfalen vorzulegen. Noch immer wüssten die Eltern nicht, wie es mit der Betreuung ihrer Kinder weitergehe, kritisierte die Vizevorsitzende der Landtagsfraktion, Josefine Paul, am Donnerstag in Düsseldorf.

Donnerstag, 07.05.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 14:42 Uhr
Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.
Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Foto: Federico Gambarini

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) will seine Pläne für Kindergärten und Tagespflege am Freitag in der Staatskanzlei vorstellen. «Aktuell ist der Minister darüber in den finalen Abstimmungen mit Kommunen, Trägern, Eltern und Gewerkschaften», teilte sein Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

Am Mittwoch hatten Bund und Länder eine Rahmenvereinbarung für umfassende Lockerungen coronabedingter Einschränkungen in allen Lebensbereichen getroffen. Sie sieht unter anderem vor, noch mehr Kinder als bislang in die erweiterte Notbetreuung aufzunehmen.

Da die Vereinbarung ausdrücklich nahelegt, die Beschlüsse der Jugendministerkonferenz umzusetzen, die NRW federführend mit vorbereitet hatte, ist damit zu rechnen, dass hier mindestens die Kernforderungen realisiert werden. Stamp hatte bereits in der vergangenen Woche im Landtag erklärt, welche Gruppen nun als erstes dazustoßen sollten: Vorschulkinder sowie Kinder mit besonderem pädagogischen oder sprachlichen Förderbedarf. Der Beschluss von Bund und Ländern nennt darüber hinaus unter anderem «Kinder, die in beengten Wohnverhältnissen leben (z.B. Fehlen eines eigenen Kinderzimmers)».

Einen Zeitplan für die weiteren Schritte gibt es noch nicht. In NRW sind bereits viele Berufe definiert, die Eltern erlauben, ihre Kinder wieder in die Kita oder zu Tageseltern zu geben. Das gilt generell auch für erwerbstätige Alleinerziehende und für gefährdete Kinder.

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