Brände
Fund bei Löscharbeiten: Vater soll Kleinkind getötet haben

Lennestadt (dpa/lnw) - Das am Sonntag bei einem Wohnungsbrand in Lennestadt leblos gefundene Kleinkind soll von seinem Vater getötet worden sein. Der dreieinhalb Jahre alte Junge sei laut Obduktionsergebnis an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Sein 33 Jähriger Vater stehe im Verdacht, den Sohn getötet und dann in der Wohnung Feuer gelegt zu haben. Anschließend sei er aus dem Fenster gesprungen, mutmaßlich um sich selbst zu töten.

Dienstag, 05.05.2020, 14:19 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 14:32 Uhr

Die Einsatzkräfte hatten den Mann lebensgefährlich verletzt vor dem Haus gefunden. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Er liege weiterhin im Koma, so die Ermittler am Dienstag.

Das Kind habe sich nur für einen kürzeren Besuch bei dem Vater aufgehalten. Erkenntnisse zum Motiv liegen laut Polizei bislang noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl für den Mann.

Das Feuer war am Sonntag in der Wohnung in Lennestadt im Kreis Olpe ausgebrochen. Die Feuerwehrleute hatten den Jungen bei den Löscharbeiten entdeckt.

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