Krankheiten
Corona-Krise: Entschädigung für Eltern bei Verdienstausfall

Münster (dpa/lnw) - Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz zahlt das Land an Eltern eine Entschädigung für Verdienstausfall, wenn die Kinder während der Corona-Krise zuhause betreut werden müssen. Darauf haben die Landschaftsverbände Westfalen und Rheinland am Montag hingewiesen und gleichzeitig auf die strengen Vorgaben verwiesen. Anspruch auf bis 67 Prozent des Nettoeinkommens haben berufstätige und selbstständige Eltern, wenn Kita oder Schule aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen wurden. Außerdem müssen die Kinder jünger als zwölf Jahre, behindert oder auf Hilfe angewiesen sein. Auch darf es keine andere Möglichkeit für eine zumutbare Betreuung gegeben haben. Kein Anspruch besteht in Ferienzeiten, wenn die Eltern Kurzarbeitergeld beziehen oder trotz Freistellung weiter bezahlt werden.

Montag, 06.04.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 15:52 Uhr
Eine Frau hilft ihrem Sohn vor einem Laptop bei den Hausaufgaben.
Eine Frau hilft ihrem Sohn vor einem Laptop bei den Hausaufgaben. Foto: Javier Díaz

Ansprechpartner für die Eltern sind die Arbeitgeber. Die können sich die Entschädigung vom Land erstatten lassen. Ab Mitte Mai können die Anträge dafür online gestellt werden, wie die Landschaftsverbände mitteilten. Die betroffenen Firmen könnten sich bereits jetzt mit ihrer Email-Adresse registrieren, um Infos zum Verfahren zu erhalten.

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