Gesundheit
Weniger Verkehr sorgt für weniger Stickoxide in der Luft

Essen (dpa/lnw) - Die Belastung der Luft mit Stickoxiden hat sich in Nordrhein-Westfalen seit Mitte März verringert. Grund ist der geringere Kraftfahrzeugverkehr infolge der Corona-Maßnahmen. «Bei der Stickoxidbelastung sehen die Tagesverläufe jetzt eher so aus wie an typischen Sonntagen», sagte die Sprecherin des Landesumweltamtes (Lanuv), Birgit Kaiser de Garcia, auf Anfrage der dpa.

Montag, 06.04.2020, 08:09 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 08:22 Uhr
Die leere Autobahn A40 führt vorbei an den Konzernzentralen von RWE (l) und Evonic (m).
Die leere Autobahn A40 führt vorbei an den Konzernzentralen von RWE (l) und Evonic (m). Foto: Caroline Seidel

Normalerweise gebe es montags bis freitags morgens und am späten Nachmittag jeweils einen Ausschlag bei der Belastung. Seit die Schulen am 16. März geschlossen sind, könne man beobachten, dass die Belastungsspitzen ausblieben. Der Verlauf über den Tag sei jetzt gleichmäßiger und auf einem niedrigeren Niveau als sonst.

Eine insgesamt bessere Luftqualität könne aus dieser «Momentanbeobachtung» jedoch nicht abgeleitet werden, betonte die Sprecherin. So komme es bei der Stickoxidbelastung auf die Belastung über einen längeren Zeitraum an. Es sei fraglich, ob sich die aktuelle Verringerung auf den Jahreswert auswirken werde. Bei anderen Faktoren wie etwa der Feinstaubbelastung spiele außerdem die Wetterlage eine wichtige Rolle.

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