Gesundheit
Laschet gegen Mundschutzpflicht

Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz steigender Corona-Infektionszahlen lehnt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Mundschutzpflicht ab. «Wer Mundschutz tragen will, kann das tun», sagte er am Freitag in einer Sondersendung der NRW-Lokalradios.

Freitag, 03.04.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 17:22 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen..
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.. Foto: Rolf Vennenbernd

«Die Frage ist nur, ob wir jetzt erneut, per Pflicht, bei 80 Millionen Menschen anordnen, dass man Mundschutz tragen muss und dann noch kontrolliert und Bußgelder ausstellen muss, wenn man den Mundschutz nicht anhat», wandte er ein. «Ich halte das nicht für geboten.»

Mit dem Mundschutz hatte Laschet auch schon zuvor gefremdelt: Zu Beginn der Woche hatte der Regierungschef für Spott im Internet gesorgt, nachdem er sich in der Uniklinik Aachen mit einem Mundschutz gezeigt hatte, der seine Nase frei ließ.

Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sich zuvor in der Staatskanzlei eher verhalten zum Mund-Nasen-Schutz geäußert. Zur Vorschrift habe er das Tragen nicht gemacht, weil die normalen, aus Stoff geschneiderten Teile nicht verhindern könnten, dass Träger sich infizierten - allerdings sei das Gegenüber besser vor Übertragungen geschützt.

Er mache sich natürlich die Richtlinien des Robert Koch-Instituts zu eigen, das den Schutz für eine vernünftige Maßnahme halte, sagte Laumann. «Was soll ich auch sonst machen? Es kann ja nicht jeder seine Privatmeinung als Gesundheitsminister vertreten.»

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