Gesundheit
Arzt: Intensivpatienten-Zahl wichtiger als Infektionszahlen

Köln (dpa) - Bei der Corona-Bekämpfung sieht ein Intensivmediziner derzeit eine zu starke Fixierung auf die Infektionszahlen. «Die Zahlen helfen einem nicht besonders weiter», sagte Prof. Christian Karagiannidis von der Lungenklinik Köln-Merheim in einem Interview mit «Ingenieur.de». «Die sagen einem zwar was über die Dynamik, aber die helfen uns im Krankenhaus nicht.»

Mittwoch, 01.04.2020, 14:11 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 14:22 Uhr
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes der internistischen Intensivstation im städtischen Klinikum.
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes der internistischen Intensivstation im städtischen Klinikum. Foto: Soeren Stache

Das Entscheidende sei die Belastung des Gesundheitswesens. «Und die Belastung entsteht in erster Linie durch Patienten, die auf der Intensivstation landen. An der Zahl der Intensivpatienten kann man messen, wie viel wir wirklich schaffen können und wann es kritisch wird.» Normale Krankenhausbetten gebe es genug, es gehe um die Betten auf den Intensivstationen. «Wenn man jetzt die Maßnahmen vernünftig steuern will, dann sollte man das meines Erachtens anhand der Zahl der Intensivpatienten machen.»

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