Agrar
Freiwillige Spargel-Erntehelfer auf dem Prüfstand

Wer holt den Spargel aus der Erde, wenn die Saisonarbeiter ausbleiben? An Angeboten von freiwilligen Helfern scheint es derzeit nicht zu mangeln. Ob sie der harten Arbeit standhalten können, ist eine andere Frage.

Mittwoch, 01.04.2020, 08:13 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 08:22 Uhr
Erntehelfer stechen Spargel auf einem Feld.
Erntehelfer stechen Spargel auf einem Feld. Foto: Julian Stratenschulte

Bonn (dpa) - Auf die freiwilligen Erntehelfer, die sich für die anstehende Spargelernte gemeldet haben, kommen nach Einschätzung von Experten große Herausforderungen zu. «Das gibt auf jeden Fall Muskelkater», sagte Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer der Deutschen Presse-Agentur. «Den muss man bereit sein anzunehmen.»

Eine halbe Stunde Joggen zu können sei zu wenig Fitness, um die Anstrengungen des Spargelstechens stundenlang durchzuhalten. «Wichtig ist vor allem ein gut trainierter Rücken.» Weil osteuropäische Saisonarbeiter nicht wie üblich einreisen dürfen, stehen Spargelbauern aktuell vor großen Herausforderungen. Dem Verband zufolge haben sich allein im Rheinland bereits mehr als 3000 Freiwillige gemeldet, darunter Schüler, Studenten, Kurzarbeitende, Arbeitslose oder Rentner. Auch der Westfälisch-Lippische Verband verzeichnet auf seiner «Wir suchen Helfer für die Ernte»-Website Zehntausende von Zugriffen.

Ob die Freiwilligen allerdings geeignet seien und die Ernte über längere Phasen hinweg durchhalten, muss sich zeigen. «Es müssen Leute sein, die körperlich fit sind, die Durchhaltevermögen haben und sich längere Zeit bücken können», so Muß.

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