Kriminalität
Junger Mann soll Zuwanderer und Sohn attackiert haben

Essen (dpa/lnw) - Ein junger Mann hat in Essen einen 40 Jahre alten Zuwanderer und dessen Sohn laut Polizei rassistisch beleidigt, geschlagen und verletzt. Der 22-jährige Tatverdächtige habe sich erst entfernt, als «aufmerksame Passanten entschlossen einschritten», teilte die Polizei am Montag mit.

Montag, 02.03.2020, 14:37 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 14:52 Uhr
Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht.
Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. Foto: Nicolas Armer

Der junge Mann habe am frühen Sonntagabend den Mann und den 17-jährigen Sohn zunächst beleidigt. «Unvermittelt schlug er auch mit Fäusten auf den Mann ein und stoppte seine Attacken auch nicht, als der Mann bereits auf dem Boden lag», so die Beamten. Der Sohn habe seinen Vater schützen wollen und sei bei dem Vorfall im Südostviertel ebenfalls verletzt worden.

Vater und Sohn kamen in ein Krankenhaus und wurden ambulant behandelt. Den Polizisten gelang es der Mitteilung zufolge, den Tatverdächtigen zu finden. Er habe behauptet, selbst attackiert worden zu sein. Zu den fremdenfeindlichen Äußerungen habe er keine Angaben gemacht. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, wie die Polizei berichtete.

Einem Polizei-Sprecher zufolge deuteten erste Ermittlungsergebnisse darauf hin, dass Vater und Sohn grundlos angegangen wurden. Es würden nun weitere Zeugen des Vorfalls gesucht. Zur Nationalität der Opfer gab es keine Angaben.

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