Krankheiten
Anlaufstelle zur Probenentnahme im Kreis Heinsberg eröffnet

Heinsberg (dpa/lnw) - Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montagmorgen eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht eröffnet. Dort könnten nach Überweisung durch den Hausarzt Abstriche zur Untersuchung auf das neuartige Virus vorgenommen werden, sagte eine Kreissprecherin. Das Zentrum ist in einer Halle in der Nähe von Gangelt untergebracht. Es ist nicht frei zugänglich, der Hausarzt müsse die Patienten überweisen, betonte die Sprecherin. Stand Sonntagabend seien im Kreisgebiet 68 Menschen infiziert, neue Zahlen wollte die Verwaltung im Laufe des Montags bekanntgeben.

Montag, 02.03.2020, 09:04 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 09:12 Uhr

In Gangelt mit rund 12 000 Einwohnern waren aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen worden und die übrigen sehr stark ausgelastet, wie der Kreis am Sonntag mitgeteilt hatte. Die Anlaufstelle soll die Ärzte entlasten.

Für den 47 Jahre alten mutmaßlichen Erstinfizierten aus NRW, der in der Düsseldorfer Universitätsklinik behandelt wird, gebe es nach wie vor keine Entwarnung, sagte die Sprecherin. Seiner Frau gebe es aber deutlich besser. Der 47-Jährige und seine ein Jahr jüngere Frau hatten am 15. Februar in Gangelt bei einer Sitzung Karneval gefeiert. Dabei sollen sie zahlreiche andere Teilnehmer angesteckt haben.

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