Versicherungen
Kündigungsschutz bei Provinzial Nordwest: Bei Fusion kündbar

Münster/Berlin (dpa/lnw) - Die rund 3500 Beschäftigten des Sparkassen-Versicherers Provinzial Nordwest sind bei einer Fusion mit der Provinzial Rheinland zumindest bis Ende Juni 2022 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi von Montag hervor.

Montag, 20.01.2020, 14:39 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 14:52 Uhr

Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen, der einen Kündigungsschutz bis Juni 2025 und Standortgarantien für die Betriebe in Münster, Hamburg und Kiel vorsieht. Bei einer Fusion oder einer wesentlichen Änderung der Anteilseignerstruktur könne die Provinzial Nordwest den Tarifvertrag allerdings vorzeitig kündigen. Dieser Schritt könne aber nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen und frühestens zum Ende Juni 2022.

Die Eigentümer des Provinzial Nordwest-Konzerns und der Provinzial Rheinland Versicherung verhandeln seit längerem über eine Fusion. Eine schriftliche Absichtserklärung gibt es seit Oktober 2018. Früheren Angaben zufolge sollte die Fusion bereits zum 1. Januar 2019 erfolgen. Anteilseigner der beiden Unternehmen sind Sparkassenverbände und kommunale Landschaftsverbände.

Der Tarifvertrag sei keine Zustimmung zu einer Fusion, betonte Verdi-Verhandlungsführer Frank Fassin. Hierzu müsse in den Verhandlungen der öffentliche Auftrag der Versicherung als elementare Bedingung festgeschrieben werden.

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