Prozesse
Freund der Tochter fast tot geschlagen: Urteil erwartet

Mit einem Schraubenschlüssel soll ein Vater den Freund seiner Tochter fast tot geschlagen haben. Auch die Brüder der 17-Jährigen sollen bei der Tat mitgemacht haben. Nun wird das Urteil gegen die drei Männer erwartet.

Freitag, 10.01.2020, 02:49 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 05:03 Uhr
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht.
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: Oliver Berg

Bonn (dpa/lnw) - Im Prozess um eine brutale Attacke eines Vaters auf den Freund seiner Tochter will das Bonner Landgericht heute das Urteil sprechen. Ein 45-jähriger Mann und seine beiden 26 und 27 Jahre alten Söhne sind wegen versuchten Mordes angeklagt. Sie sollen im vergangenen Juni in Meckenheim den Freund der Tochter mit einem Schraubenschlüssel fast tot geschlagen haben. Der 19-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Laut Anklage hatten die aus der Türkei stammenden Männer sich nachts auf die Suche nach der Tochter gemacht, nachdem diese nicht nach Hause gekommen war. Sie fanden die 17-Jährige zusammen mit ihrem Freund in dessen Auto nahe einem Friedhof. Daraufhin sollen die Angeklagten mit dem Schraubenschlüssel den 19-Jährigen eingedroschen haben, bis dieser bewusstlos wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat für den Vater zwölf und für seine Söhne jeweils elf Jahre Haft wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte für die Söhne auf Freispruch und für den Vater auf eine mildere Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung.

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