Kommunen
Kinder aus aller Welt fordern bessere Teilhabe in Städten

Köln (dpa/lnw) - Kinder und Jugendliche aus aller Welt haben in Köln mehr Mitgestaltungsrechte und Kinderfreundlichkeit in Städten gefordert. «Wären wir Bürgermeister, würden wir mehr in Bleistifte als in Waffen investieren», hieß es in einer Erklärung, die die Kinder am Freitag in Köln vortrugen und an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) übergaben.

Freitag, 18.10.2019, 13:23 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 13:32 Uhr
Henriette Reker (Parteilos, M), Oberbürgermeisterin von Köln, nimmt die Wünsche von Kindern aus der ganzen Welt entgegen.
Henriette Reker (Parteilos, M), Oberbürgermeisterin von Köln, nimmt die Wünsche von Kindern aus der ganzen Welt entgegen. Foto: Roberto Pfeil

Stellvertretend für rund 100 Bürgermeister aus aller Welt, die gemeinsam mit Hunderten Kindern und Jugendlichen vier Tage lang am ersten internationalen Gipfel für kinderfreundliche Städte teilnahmen, nahm Reker das Manifest entgegen. «Ihr habt Köln diese Woche zur Hauptstadt der Kinderrechte gemacht. Danke dafür», sagte sie. «Ich bin sehr beeindruckt.»

Bei der Veranstaltung diskutierten die Bürgermeister mit Kindern, Jugendlichen und Fachleuten, wie Städte in aller Welt kinderfreundlicher werden können. In ihrer Erklärung forderten die Kinder gleiche Chancen für Jungen und Mädchen, einen erreichbaren und bezahlbaren Nahverkehr, bessere Teilhabe für Behinderte, effizienten Klimaschutz und mehr Möglichkeiten zur Mitentscheidung. Die teilnehmenden Bürgermeister verpflichteten sich, die Perspektive von Kindern bei kommunalen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Nach Angaben vom Kinderhilfswerk Unicef wächst der Anteil von Kindern und Jugendlichen in den Städten weltweit - aktuell ist bereits jeder dritte Stadtbewohner ein Kind.

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