Kriminalität
Schüsse auf Shisha-Bar: Möglicherweise Rocker-Streit

In Köln und Umgebung gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockerbanden. Auch bei den jüngsten Schüssen auf eine Shisha-Bar in Bergisch Gladbach ist ein solches Motiv nicht auszuschließen.

Mittwoch, 16.10.2019, 16:17 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 16:22 Uhr
Einschusslöcher sind in den Fensterscheiben einer Shisha-Bar zu sehen.
Einschusslöcher sind in den Fensterscheiben einer Shisha-Bar zu sehen. Foto: Henning Kaiser

Bergisch Gladbach (dpa/lnw) - Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch auf eine Shisha-Bar in Bergisch Gladbach geschossen. Da sich zum Tatzeitpunkt gegen 0.30 Uhr Menschen in der Bar aufgehalten hätten, habe die Polizei eine Mordkommission eingerichtet, sagte ein Sprecher. Ein Mann erlitt eine leichte Verletzung am Fuß. Das Motiv für die Tat sei noch unklar. Nach dpa-Informationen könnten Konflikte im Rockermilieu der Hintergrund sein.

Im Januar hatte die Polizei eine Shisha-Bar in Köln durchsucht, die denselben Namen trägt wie die Bar in Bergisch Gladbach und auch derselben Besitzerin gehören soll. Damals hatte die Kölner Polizei mitgeteilt, dass die Razzia im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Auseinandersetzungen im Rockermilieu stehe. Zwischen den Rockerbanden Bandidos und Hells Angels gibt es seit langem immer wieder Streit, der teils mit Gewalt ausgetragen wird.

In den Wochen um den Jahreswechsel hatte es mitten in Köln zwei Schießereien gegeben. Polizeipräsident Uwe Jacob sagte im Januar bei einer Pressekonferenz: «Als wären wir hier im Wilden Westen wird hier rumgeballert.» Als Konsequenz hatte er angekündigt, den Druck auf die Szene zu verschärfen. Die Polizei hat seitdem mehrfach Razzien in einschlägigen Treffpunkten durchgeführt.

In der beschossenen Shisha-Bar in Bergisch Gladbach suchten Ermittler der Polizei am Mittwochmorgen nach Spuren. In einer Fensterscheibe waren mehrere Einschusslöcher zu erkennen.

Die Bar liegt in der Nähe des Bahnhofs. Daher hätten zwei S-Bahnen Bergisch Gladbach nicht angefahren, sondern vorzeitig in Köln-Dellbrück gehalten, sagte ein Bahnsprecher. Mit Betriebsbeginn am Morgen sei der Verkehr dann aber wieder normal angelaufen.

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