Urteile
Messerstiche auf offener Straße: Acht Jahre Haft

Paderborn (dpa/lnw) - Ein 28-Jähriger ist am Freitag vom Landgericht Paderborn wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann aus Delbrück (Kreis Paderborn) im November 2018 einen 33-Jährigen auf offener Straße mit zwei Messerstichen in die Brust tötete. Der Angeklagte sei in der Tatnacht zufällig mit dem Opfer zusammengetroffen und von diesem provoziert worden. Tathintergrund war nach Erkenntnissen des Gerichts ein früherer Konflikt zwischen den beiden Deutschen.

Freitag, 11.10.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 16:12 Uhr
Ein Justizbeamter trägt eine Funke sowie Handschellen an seinem Gürtel.
Ein Justizbeamter trägt eine Funke sowie Handschellen an seinem Gürtel. Foto: Friso Gentsch

Nachdem eine körperliche Auseinandersetzung mit Fäusten ausgetragen worden war, griff der Angeklagte laut Gericht zum Messer. Die Version der Verteidigung, der 28-Jährige habe in Notwehr gehandelt und dem 33-Jährigen dessen eigenes Messer entwunden, um dann in Panik zuzustechen, glaubten die Richter nicht. Die Tatwaffe ist bis heuteverschwunden.

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