Demonstrationen
Klimacamp am Tagebau Garzweiler: Auch Blockaden geplant

Noch im Juni hatten Tausende Klimaaktivisten den Betrieb im Rheinischen Tagebaurevier gestört. Jetzt treffen sich Braunkohlegegner zum Klimacamp. Blockaden sind angekündigt - aber weniger massiv, wie die Polizei meint.

Donnerstag, 15.08.2019, 12:28 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 12:42 Uhr
Umweltaktivisten laufen im Juni in den Tagebau Garzweiler, nachdem sie die Polizeisperre durchbrochen haben.
Umweltaktivisten laufen im Juni in den Tagebau Garzweiler, nachdem sie die Polizeisperre durchbrochen haben. Foto: Marcel Kusch

Erkelenz (dpa/lnw) - Im Rheinischen Tagebaurevier hat am Donnerstag das sogenannte Klimacamp Rheinland begonnen. Eine Sprecherin des Camps ging in der Spitze von Hunderten Teilnehmern aus der Klimaschutzbewegung aus, nach Polizeiangaben ist das Camp in Erkelenz am Tagebau Garzweiler mit bis zu 2000 Teilnehmern angemeldet. Das Camp soll bis zum 27. August dauern.

Neben Vorträgen und Workshops sollen unterschiedliche Aktionsformen des Protestes umgesetzt werden, wie Feste, Foto-Aktionen, aber auch Blockaden. So hat die Aktionsgruppe «Kohle ersetzen!» in der Zeit vom 22. bis 25. August zu einer Sitzblockade aufgerufen. Daran würden auch Schüler und Bewohner aus Umsiedlungsdörfern teilnehmen, hieß es.

Die Polizei erwartet nach Angaben eines Sprechers weniger massive Störaktionen als bei vergangenen Protesten. Einsatzkräfte würden vor Ort sein und je nach Lage reagieren, sagte Sprecher Paul Kemen.

Das Klimacamp, das auch als Protestcamp gegen die Braunkohleverstromung verstanden wird, findet zum 10. Mal im Rheinischen Revier statt. Vom bisher größten Camp vor zwei Jahren waren Störaktionen Tausender, überwiegend junger Menschen ausgegangen.

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