Verkehr
Rheinbrücke in Leverkusen kommt später: Niedrigwasser

Leverkusen (dpa/lnw) - Wegen des Niedrigwassers im Rhein im vergangenen Jahr verzögert sich laut Straßen.NRW der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke. Der Landesbetrieb geht davon aus, dass die erste Brückenhälfte im Jahr 2021 und damit ein Jahr später als geplant fertig wird. Niedrigwasser hätte Arbeiter daran gehindert, den Bereich des neu entstehenden Brückenpfeilers im Rhein nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg abzusuchen, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs am Freitag. Die im vergangenen Jahr gestarteten Untersuchungen sollen demnach in diesen Sommerferien enden - statt wie geplant schon 2018.

Freitag, 14.06.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 15:52 Uhr
Verkehr: Rheinbrücke in Leverkusen kommt später: Niedrigwasser
Foto: Martin Gerten

Für die sogenannten Kampfmittelsondierungen werden Schwimmpontons eingesetzt, über die Arbeiter mit Metalldetektoren etwa nach Munition oder Bomben suchen. Bis zum Dezember hätte das Wasser nur 70 Zentimeter hoch gestanden. Derzeit habe der Rhein über drei Meter Wassertiefe. «Das ist optimal», so der Sprecher.

Die Handwerkskammer sieht die Bauverzögerungen kritisch: «Wir befürchten, dass es großräumig, aber auch auf innerstädtischen Straßen in Köln und in Leverkusen zu negativen Auswirkungen kommen wird», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Fritz.

Das Handwerk verliere durch Staus jährlich rund 20 000 Euro pro Betrieb. Die alte Rheinbrücke an der Autobahn 1 darf wegen Baumängeln seit 2014 nicht mehr von Lastwagen befahren werden.

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