Kriminalität
Polizisten bedroht: Ermittlungen nach Tumult dauern an

Bocholt (dpa/lnw) - Nach einem Tumult in der Bocholter Innenstadt am Wochenende dauern die Ermittlungen der Polizei an. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Bei einer Kneipenschlägerei in der Nacht zu Sonntag seien Polizisten tätlich angegriffen worden, hatte die Polizei am Montag mitgeteilt. Die Beamten hätten deshalb Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen müssen.

Dienstag, 16.04.2019, 12:11 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 12:22 Uhr

Später habe sich auf dem Platz vor der Gaststätte eine Gruppe von rund 200 bis 300 Personen zusammengerottet, aus der heraus die Polizisten massiv bedroht und beleidigt worden seien. Es habe Rufe gegeben, die Polizisten anzugreifen. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern, um den Platz räumen zu können. Acht Personen wurden den Angaben zufolge vorläufig festgenommen, eine Person kam in Gewahrsam. Alle neun sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Bei den Beteiligten an der Schlägerei handelt es sich laut Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand um Menschen mit libanesischem Migrationshintergrund. Auch die Menschenmenge auf dem Platz habe überwiegend aus Personen mit Migrationshintergrund bestanden. Unter den vorläufig festgenommenen seien auch zwei Deutsche gewesen. Ein 24 Jahre alter Mann, der die Beamten tätlich angegriffen haben soll, und ein 33-jährige Frau. Sie soll einem Polizisten einen Bierkrug in den Nacken geworfen haben, um ihre Festnahme zu verhindern. Der Beamte sei leicht verletzt worden.

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