Fußball
Fortuna Düsseldorf: Thomas Röttgermann neuer Vorstandschef

Aufsteiger Düsseldorf hat schnell Fakten geschaffen. Am Sonntag hat der Aufsteiger die Trennung von Vorstandschef Robert Schäfer angekündigt, am Dienstag wird Nachfolger Thomas Röttgermann seine Arbeit aufnehmen.

Montag, 15.04.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 15:52 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf hat in der Führungsfrage überraschend schnell Fakten geschaffen. Kurz nach der Ankündigung, sich von Vorstandschef Robert Schäfer trennen zu wollen, gab der Aufsichtsrat des Aufsteigers in Thomas Röttgermann den Nachfolger bekannt. Der 58-Jährige wird seine Tätigkeit an diesem Dienstag aufnehmen. Röttgermann hatte bis 2017 sieben Jahre lang beim VfL Wolfsburg gearbeitet. Dort war er vor allem für Sponsoring zuständig.

Aufsichtsratschef Reinhold Ernst hatte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag erklärt, dass man sich seit längerem mit der Frage befasst habe, «wie wir uns für die Zukunft neu aufstellen». Neben Röttgermann besetzte der Aufsichtsrat den Vorstandsposten für Marketing mit Christian Koke. Der 45-Jährige war zuletzt Verlagsleiter eines Medienunternehmens.

Seit Samstag steht der Klassenverbleib der Fortuna fest. Noch vor dem Punktspiel gegen Meister Bayern München (1:4) am Sonntag wurde bekannt, dass die Fortuna sich von Schäfer trennen wolle. «Wir befinden uns schon länger in Gesprächen mit Robert Schäfer über eine einvernehmliche Trennung. Mein Vertrauen ist groß, dass wir das hinbekommen, um den Verein für die Zukunft neu aufzustellen», sagte Aufsichtsratschef Ernst.

Der noch amtierende Vorstandsvorsitzende Schäfer sagte der dpa am Sonntag: «Ich kann das nicht kommentieren, aber ich habe noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.» Sein Kontrakt war erst im August um zwei Jahre verlängert worden.

Als Grund für die bevorstehende Trennung von dem 43 Jahre alten Schäfer gilt ein fehlendes Vertrauensverhältnis zum Aufsichtsrat. Höhepunkt der Krise soll die geplante Trennung von Trainer Friedhelm Funkel zum Saisonende gewesen sein. Bei der Verkündung seines Ausscheidens während einer Pressekonferenz im Wintertrainingslager kamen Funkel sogar die Tränen. Schäfer ruderte erst nach Protesten der Fans und Interventionen des Aufsichtsrates zurück und verlängerte mit dem beliebten Coach doch noch um ein weiteres Jahr.

Schäfer war 2016 von Dynamo Dresden zur Fortuna gekommen. Während seiner dreijährigen Amtszeit schaffte Düsseldorf mit dem damals ebenfalls neuen Trainer Funkel die Rückkehr in die Bundesliga. Zudem erholte sich der Club wirtschaftlich.

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