Landtag
Menschen mit Behinderung werden häufig zu Hause unterstützt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der Menschen mit Behinderung, die betreut zuhause wohnen bleiben, hat sich in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 15 Jahren vervielfacht. Erhielten 2003 nur rund 10 000 Menschen in NRW sogenannte ambulante Wohnunterstützung, waren es 2017 mehr als 66 000. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums hervor, der am Mittwoch im Fachausschuss des Landtags auf der Tagesordnung stand.

Mittwoch, 03.04.2019, 15:19 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 15:32 Uhr

Diese Unterstützung ermögliche es behinderten Menschen, in ihrer eigenen Wohnung oder einer frei gewählten Wohngemeinschaft zu leben, erklärte das Ministerium. Die Fachkräfte helfen und begleiten bei Erledigungen des täglichen Lebens.

Seit 2004 sind die Landschaftsverbände zentral für die Wohnhilfen zuständig. Dies sei die Grundlage für den deutlichen Ausbau des selbstständigen Wohnens mit ambulanter Unterstützung gewesen, hieß es vom Ministerium. Vor der Aufgabenverlagerung habe in einigen Kreisen und kreisfreien Städten ein ambulantes Angebot gefehlt.

Die stationäre Betreuung in Heimen gehe dagegen seit 2016 zurück. 2017 erhielten den Angaben zufolge rund 43 200 Leistungsberechtigte stationäre Wohnunterstützung.

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