Kriminalität
Kokain-Händler zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt

Bonn (dpa/lnw) - Das Bonner Landgericht hat einen 32-Jährigen wegen Kokainhandels im großen Stil zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Sein 26 Jahre alter Bruder, der als Handlanger fungiert hatte, erhielt eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Innerhalb eines halben Jahres hatte der ältere Bruder dreieinhalb Kilo Kokain in den Niederlanden eingekauft. Davon waren laut Urteil vom Montag allein zweieinhalb Kilo im Wert von 150 000 Euro im Bonner Stadtteil Tannenbusch verkauft worden.

Montag, 25.03.2019, 17:15 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 17:22 Uhr
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn angebracht.
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg

Das Besondere des Falls: Der 32 Jahre alte Bandenchef hatte - obwohl die Ermittler bei einer Razzia nur wenige Drogen sicherstellen konnten - den Kokain-Handel mit der großen Menge freiwillig gestanden. Diese Höhe hätte das Gericht ihm niemals nachweisen können, hieß es im Urteil.

Durch sein Geständnis verpfiff er weitere Mittäter. Vor einem Monat war bereits ein Straßenverkäufer zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Seine 29-jährige Verlobte, die das Pulver abgewogen und verpackt hatte, erhielt eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren.

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